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3 Top-Aktien, die die Wall Street nicht auf dem Schirm hat

James Brumley
·Lesedauer: 5 Min.

Wer beim Aktienkauf nur auf die großen Namen setzt, erweist sich selber einen Bärendienst. Das soll nicht heißen, dass Unternehmen, die Schlagzeilen machen, nicht auch gute Investitionen sein können. Aber Schlagzeilen können – und tun es auch – Aktien auf überhöhte Preise treiben. Bei Namen, die von den Profis ignoriert werden, gibt es oft mehr zu holen.

Daher sollte man sich mal StoneCo Ltd (WKN: A2N7XN), Sociedad Quimica y Minera de Chile S.A. (WKN: 895007) und Ecolab (WKN: 854545) ansehen. Die sind allesamt nicht völlig unbekannt, aber die Wall Street hat sie noch nicht ganz so sehr auf dem Schirm.

StoneCo

Fans und Anhänger von Warren Buffett haben vielleicht eine relativ neue (wenn auch kleine) Position im Portfolio von Berkshire Hathaway bemerkt: StoneCo. Berkshire hielt 11 % des digitalen Zahlungsunternehmens, als es Ende 2018 an die Börse ging. Der Anstieg der Aktie in der Zwischenzeit bedeutet, dass Buffetts Anteil jetzt etwas mehr als 1 Mrd. US-Dollar wert ist. Insgesamt ist StoneCo mit 26 Mrd. US-Dollar bewertet.

Wer mit dem Unternehmen nicht vertraut sind, ist nicht allein … vorerst jedenfalls, denn es ist nur in Brasilien tätig. Aber es macht ein grandioses Geschäft! Es wird mit Fintech-Aktien wie PayPal und Square verglichen, da es viel mehr als nur ein Zahlungsverarbeiter ist. Das Unternehmen bietet auch Point-of-Sale-Hardware, E-Commerce-Lösungen und Buchhaltungstools für kleine Unternehmen an. Es arbeitet zudem an einer Übernahme von Linx.

Das ist alles wichtig.

Denn StoneCo befindet sich an einem bedeutenden Scheidepunkt. CEO Thiago Piau sagte kürzlich in einem Interview, dass sein Unternehmen „ein Protagonist bei der Digitalisierung Brasiliens“ sein will. Das Land erholt sich seiner Meinung nach viel schneller als erwartet von der Pandemie. Dieser Aufschwung wirkt sich auch auf den gesamten Kontinent aus und schafft in absehbarer Zeit die Voraussetzungen für ein Wachstum außerhalb Brasiliens. Derweil gibt es in Brasilien viele Möglichkeiten, die es zu nutzen gilt. Trotz seines Wachstums besetzt StoneCo immer noch nur etwa 8 % des brasilianischen Marktes für digitale Zahlungen.

Natürlich bedeutet das Interesse von Berkshire nicht zwangsläufig, dass man auch investieren sollte. Aber schaden kann Buffetts Interesse sicherlich nicht.

Sociedad Quimica y Minera de Chile

Wer Elektrofahrzeuge als Zukunft der Mobilität erachtet, muss nicht zwangsläufig auf Tesla setzen. Stattdessen könnte man jetzt auf Lithium setzen, das für die Herstellung von Batterien benötigt wird. Im Moment gibt es (normalerweise) genug davon, aber die Lieferkette wird stark eingeschränkt werden, wenn die Welt sich von Vergasern wegbewegt.

Hier kommt Sociedad Quimica y Minera de Chile ins Spiel.

Die meisten Leute tun sich mit dem Namen schwer. Deshalb wird es meist einfach SQM genannt. Das Wichtigste ist, dass das Unternehmen eine der kostengünstigsten Lithiumminen der Welt besitzt und betreibt und dementsprechend auch einer der größten Lithiumproduzenten der Welt ist.

2020 war ein hartes Jahr für SQM. Im dritten Quartal sank der Umsatz um 4 % im Vergleich zum Vorjahr. In den ersten drei Quartalen des Jahres blieb er um 11 % rückläufig. In der Zwischenzeit hat sich der Gewinn im bisherigen Jahresverlauf mehr als halbiert. Der Nettogewinn ist im dritten Quartal um 97 % auf ein knapp ausgeglichenes Niveau gefallen.

Wenn es ein Jahr gibt, das man nicht als Barometer für das Geschäft von SQM verwenden sollte, dann ist es dieses. Die Lithiumpreise sind im Jahresvergleich um 47 % gefallen, aber das lag größtenteils an der Pandemie. Sobald die Ansteckung eingedämmt ist, sollte sich die Produktion von Elektrofahrzeugen erholen. Das wiederum wird die Nachfrage nach Lithiumbatterien wieder ankurbeln. Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Roskill prognostiziert, dass der weltweite Lithiumverbrauch bis 2030 um fast 20 % pro Jahr steigen wird.

Morningstar-Analyst Seth Goldstein denkt, dass batteriebetriebene Autos etwa zwei Drittel des Einkommens von SQM ausmachen werden. Hier steckt also eine interessante Wette auf die Zukunft der Mobilität.

Ecolab

Die Analysten der Wall Street haben Ecolab nicht gerade die gebührende Aufmerksamkeit und Anerkennung geschenkt. Deshalb verpassen Privatanleger hier möglicherweise eine Chance.

Ecolab stellt eine Vielzahl von Lösungen für die industrielle Hygiene und Desinfektion her. Zu den Produkten gehören kommerzielle Geschirrspülmaschinen, Gewebeaufbereitungsgeräte, die von Papier- und Verpackungsherstellern verwendet werden, und HVAC-Filtersysteme für lebensmittelverarbeitende Betriebe, um nur einige zu nennen. Verunreinigungen sind bei verpackten Konsumgütern immer ein Problem. Doch durch die Pandemie wurde dem Thema noch mal eine ganz andere Relevanz zuteil.

Man sollte meinen, dass ein solches Umfeld den Umsatz von Ecolab ankurbeln würde. Aber das täuscht. Obwohl die Nachfrage nach Hygiene- und Desinfektionslösungen in diesem Jahr sehr hoch war, hat der Lockdown andere Aspekte des Geschäfts beeinträchtigt. Der Umsatz ist in den ersten neun Monaten des Jahres um 6 % gesunken, ebenso wie im dritten Quartal allein. Der Gewinn ist in den gleichen Zeiträumen um 26 bzw. 25 % gesunken. Das erklärt, warum die Ecolab-Aktie in diesem Jahr hinter den großen Gewinnen des Gesamtmarktes zurückgeblieben ist.

Doch ein Ende der logistischen Hürden schafft die Voraussetzungen für neues Wachstum der derzeit festgefahrenen Geschäftsbereiche. Und eine neu gewonnene Aufmerksamkeit für Infektions- und Übertragungsrisiken sollte die derzeitige Nachfrage nach den Hygiene- und Sanitärlösungen von Ecolab antreiben. Barclays-Analystin Lauren Liebermann sagte, dass „Menschen verlangen, dass Orte nicht nur ‚sauber‘ sind, sondern auch ‚sauber erscheinen‘“. Dadurch dürfte der Reinigungsmarkt letztlich um 10 bis 20 % gegenüber vor der Pandemie wachsen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Berkshire Hathaway, PayPal Holdings, Square und Tesla, besitzt Aktien von StoneCo LTD und empfiehlt Aktien von Ecolab. James Brumley besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 27.12.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2021