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3 starke Aktien, die ich beim nächsten Börsencrash unbedingt kaufen werde

David Jagielski
·Lesedauer: 6 Min.
Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse
Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse

Man weiß nie, wann der Crash kommt, daher sollte man rechtzeitig vorbereitet sein. Und dazu hat man am besten starke Aktien im Auge, die im Moment einfach zu teuer sind. Auf diese Weise kann man im Falle eines Crashs schnell handeln und verpasst keine Kaufgelegenheit.

Drei Aktien, die ich derzeit auf meiner Beobachtungsliste habe und die ich bei einer Korrektur gerne kaufen würde, sind Planet 13 Holdings (WKN: A2JPJ2), Starbucks (WKN: 884437) und Square (WKN: A143D6). Die sind im Moment teuer, aber wenn sie fallen, sind das tolle Chancen auf Investments.

1. Planet 13

Wie wäre es mit einer Aktie, die in einer wachstumsstarken Branche angesiedelt ist? Der in Las Vegas ansässige Cannabisproduzent Planet 13 hat enormes Potenzial. Schon während der Pandemie hat man starke Ergebnisse geliefert, nach dem Lockdown dürfte es nur weiter aufwärts gehen. Schön – aber ich hoffe, dass die Aktie vorher noch mal kurz abrutscht.

In den letzten zwölf Monaten ist die Aktie um irre 709 % gestiegen und hat damit den S&P 500 locker geschlagen, der in dieser Zeit um 60 % gestiegen ist. Und man kann die Begeisterung verstehen. Die Wähler in vier US-Bundesstaaten haben im November 2020 für die Legalisierung von Marihuana für den freien Verkauf gestimmt. Weitere Märkte könnten sich bald öffnen, einschließlich New York, das in diesem Jahr eine Legalisierung ernsthaft in Betracht zieht. Der wachsende Optimismus rund um die Legalisierung (auch auf US-Bundesebene) beflügelt viele Cannabis Aktien. Als Ergebnis ist der Horizons Marijuana Life Sciences ETF in den letzten zwölf Monaten um fast 155 % gestiegen.

Planet 13 meldete zuletzt am 24. November 2020 Gewinne, als der Umsatz von 22,8 Millionen USD für den Zeitraum bis zum 30. September 2020 um 36,5 % gegenüber dem Vorjahr stieg. Aber da der Reiseverkehr in und um die USA wegen der Pandemie zurückgegangen ist, kann das Unternehmen noch viel mehr Wachstum generieren, sobald die Regierungen die Beschränkungen aufheben. Seine Apotheke in Las Vegas, genannt „Superstore“, ist 112.000 Quadratmeter groß und verfügt über viele andere Geschäfte; das Unternehmen hofft, dass es eine Touristenattraktion wird, die mehr als nur Cannabiskonsumenten anlockt. Planet 13 plant, noch in diesem Jahr einen zweiten Standort in Santa Ana, Kalifornien, zu eröffnen. Mit 55.000 Quadratmetern wird der nicht annähernd so groß sein wie der Standort in Las Vegas. Doch er wird strategisch günstig gelegen sein: nur 10 Minuten von Disneyland entfernt.

Das Einzige, was mich davon abhält, die Aktie zu kaufen, ist der Preis. Das Kurs-Umsatz-Verhältnis (das anstelle des Gewinns verwendet wird, da das Unternehmen nach wie vor unrentabel ist) liegt bei etwa 15. Das ist weit über dem 4,6-Fachen des Umsatzes, zu dem die durchschnittliche Aktie des Horizons Marijuana Life Sciences ETF gehandelt wird. Planet 13 ist im Moment zu teuer, aber das könnte sich im Marktcrash ändern.

2. Starbucks

Starbucks ist eine großartige „Buy-and-Forget“-Aktie. Dafür sorgt die loyale Anhängerschaft des Unternehmens und die starken, konstanten Verkaufszahlen. Obwohl der Lockdown das Geschäft im letzten Jahr behindert hat, zeigt sich Starbucks widerstandsfähig. Am 26. Januar veröffentlichte das Unternehmen seine Ergebnisse für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2021. Die vergleichbaren Ladenumsätze in den USA sanken um bescheidene 5 % im Zeitraum bis zum 27. Dezember 2020.

Im Q3 lag der Umsatz bei Lockdown-bedingten schlechten 4,2 Milliarden USD. Das war im Jahresvergleich ein Rückgang um 38 %. Ansonsten ist der Umsatz des Unternehmens in jeder Periode während der Pandemie stabil bei oder um 6 Milliarden USD geblieben. Und auch die Gewinnmargen sind mit 5 % oder besser relativ stabil geblieben, obwohl sie unter den Margen von 10 % oder mehr liegen, die Starbucks in früheren Jahren erzielt hat. Dennoch ist es angesichts der Probleme mit Corona (zum Beispiel Lieferengpässe und höhere Preise) nicht allzu überraschend, dass das Ergebnis des Unternehmens im Jahr 2020 nicht so stark war.

Starbucks ist für das laufende Geschäftsjahr (das im September endet) optimistisch. Man erwartet, dass der weltweite Umsatz um 18 bis 23 % und in den USA um 17 bis 22 % steigen wird. Der Gewinn pro Aktie wird auf bis zu 2,62 USD geschätzt. Das würde eine fast vollständige Erholung von den 2,92 USD Gewinn pro Aktie bedeuten, die Starbucks im Geschäftsjahr 2019 gemeldet hat.

In den letzten zwölf Monaten sind die Aktien von Starbucks um mehr als 50 % gestiegen. Und mit einem Forward-Kurs-Gewinn-Multiple (KGV) von 38 ist das im Moment ein etwas happiger Preis, wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche Aktie im SPDR S&P 500 ETF Trust nur zum 28-Fachen des Gewinns gehandelt wird. Starbucks ist eine starke Aktie, aber der Preis ist noch nicht richtig, um sie zu kaufen.

3. Square

Square hat ein großartiges Geschäftsmodell für eine Zeit, in der wir Bargeld eigentlich nicht anfassen wollen. Die Terminals des Unternehmens erleichtern Transaktionen mit Debit- und Kreditkarten. Jeder kann Händler werden, ohne sich Gedanken über monatliche Gebühren machen zu müssen, auch wenn er die Geräte nicht nutzt. Und der Bedarf an digitalen Zahlungen wird bleiben, wobei die Pandemie diesen Übergang wahrscheinlich noch beschleunigt. PayPal-CEO Dan Schulman sagt, dass Unternehmen digitale Zahlungen anbieten müssen. Sie seien von einem „Nice-to-have zu einem unverzichtbaren Service geworden“.

Aber was das Wachstum von Square im Moment antreibt, wird dieses von Bitcoin angeheizt. Die digitale Währung ist im vergangenen Jahr um mehr als 1.000 % gestiegen, und Square ermöglicht es den Nutzern, die Kryptowährung über seine Cash-App zu kaufen. Im Jahr 2020 generierte Square 4,6 Milliarden USD an Bitcoin-bezogenen Einnahmen. Das war nicht nur fast neunmal so viel wie 2019 mit 516 Millionen USD, sondern macht nun fast die Hälfte des Umsatzes des Unternehmens aus, der sich im vergangenen Jahr auf 9,5 Milliarden USD belief. Im Jahr 2019 machten der Bitcoin-Handel nur 11 % des Umsatzes von Square aus. Außerhalb von Bitcoin erwirtschaftete Square im Jahr 2020 einen Umsatz von 4,9 Milliarden USD, was eine Verbesserung von 17 % gegenüber dem Vorjahr darstellt.

Das Investment in Bitcoin kann sowohl Segen als auch Fluch für Square sein, denn wenn die digitale Währung abstürzt wie im Jahr 2018, könnte Square ebenfalls betroffen sein. Aber wer Krypto gegenüber optimistisch ist, kann hier sinnvoll potenzielles Wachstum anzapfen. So oder so sollte man mit dem Kauf von Square noch warten, da das Unternehmen mit einem KGV von mehr als 190 gehandelt wird. Das ist eine ungeheuerliche Bewertung, unabhängig von der Branche, in die man investiert. Der Hype hat eindeutig dazu beigetragen, dass Square unverschämt bewertet wird. So gerne ich die Aktie heute auch kaufen würde, ist sie mir schlicht zu teuer – jedenfalls bis zum nächsten Crash.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Bitcoin, PayPal Holdings, Planet 13 Holdings Inc., Square und Starbucks. David Jagielski besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 19.3.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2021