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3 stark geshortete Aktien, die derzeit infrage kommen

Rick Munarriz, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 4 Min.

Die GameStop (WKN: A0HGDX)-Story hat irre Wendungen genommen und die Volatilität wäre nicht möglich, wenn die Aktie nicht so stark geshortet worden wäre. GameStop wurde vor allem von großen Hedgefonds geshortet – die Anzahl der geshorteten Aktien überstieg den Börsenwert von GameStop.

Der Grund: Die wichtigsten Kennzahlen dieses Unternehmens sind schlicht schwach. Und sie werden mit jedem Jahr schwächer. Sobald der Markt die Graswurzelbewegung vergessen hat, wird dies eine Aktie im Portfolio sein, die extrem gefährlich ist.

Abgesehen davon gibt es Dutzende anderer Aktien, bei denen mehr als 25 % des Grundkapitals leerverkauft sind. Und viele davon haben nicht ihre besten Tage hinter sich. Unter den mehr als drei Dutzend Aktien auf dieser Liste mit einer Marktkapitalisierung von über 2 Milliarden USD sehe ich Stitch Fix (WKN: A2H52J), SmileDirectClub (WKN: A2PRCJ) und fuboTV (WKN: A2QBYF) als drei potenziell lukrative Namen.

Stitch Fix

In einer Rezession ist es einfach, Stitch Fix schlechtzureden. Eine von einem Stylisten kuratierte Garderobe ist vielleicht das Letzte, woran man denkt, wenn sich das Leben zu Hause abspielt. Doch Stitch Fix ist offenbar trotzdem heiß.

Pessimisten hatten dreimal die Chance, bei dieser eine Kurskorrektur vorzunehmen. Die Umsätze von Stitch Fix gingen im dritten Geschäftsquartal – das Anfang Mai endete und die dunkelste Phase der Pandemie abdeckte – um lediglich 9 % zurück. Das war beachtlich. Als der Umsatz im darauffolgenden Quartal, das im August endete, um 3 % stieg, war klar, dass eine Trendwende im Gange war. Drei Monate später konnte das Unternehmen wieder ein zweistelliges Umsatzwachstum verzeichnen, und Stitch Fix erwartet rosigen Ausblick auf den Rest des Geschäftsjahres. Wenn Stitch Fix in der zweiten Hälfte des Jahres 2020 wachsen konnte, wird hier nach dem Lockdown noch mehr gehen. Die Short-Positionen machen ein Drittel des Börsenwerts von Stitch Fix aus.

SmileDirectClub

Niemand mag schiefe Zähne. Doch die nötige Zahnspange ist weder fürs Portemonnaie noch für den Terminkalender von Erwachsenen angenehm. Durchsichtige Zahnspangen haben sich als Lösung angeboten. Sie bieten einen bequemeren und kostengünstigeren Weg. Align Technologys Invisalign war der Marktführer in dieser Nische. Die Investoren wurden mit zehn Jahren zweistelligem Umsatzwachstum verwöhnt. Doch 2020 ging es dann für das Unternehmen bergab.

SmileDirectClub, ein kleinerer Anbieter, setzt auf den gleichen Trend und wächst sogar noch schneller als Align.

SmileDirectClub verkauft günstige transparente Zahnschienen direkt an Verbraucher. Das bedeutet eine noch engere Beziehung zum Kunden. Allerdings wird derzeit 27 % des Aktienkapitals geshortet.

SmileDirectClub hat die Probleme des letzten Jahres nicht so schnell überwunden wie Stitch Fix, aber als der Umsatz im letzten Quartal um 7 % zurückging – Analysten hatten einen Rückgang von 19 % im Vergleich zum Vorjahr prognostiziert – erfreute das die Investoren. Die jüngste Runde von Investitionen sollte auch das Geschäft von SmileDirectClub ankurbeln. Immerhin gibt es keine bessere Zeit zur Zahnkorrektur als während des Lockdowns daheim.

FuboTV

Immer mehr ersetzt Streaming Kabel- und Satellitenfernsehen. FuboTV entwickelt sich zu einer beliebten Wahl für Sportfans. Die Zahl der zahlenden Abonnenten ist von 316.000 auf 545.000 im Jahr 2020 gestiegen.

Selbst fuboTV kann mit seiner wachsenden Beliebtheit nicht mithalten. Das Unternehmen erhöhte sein Jahresend-Abonnentenziel im Oktober und dann noch einmal im November und übertraf sein Ziel immer noch. Auch das Umsatzwachstum beschleunigt sich. Der Umsatz von FuboTV stieg im dritten Quartal 2020 um 71 %, und die vorläufigen Finanzergebnisse deuten auf ein Wachstum zwischen 77 und 83 % im vierten Quartal hin.

Die Bären sagen, dass FuboTV in dieser hart umkämpften Nische gegen Tech-Giganten, Telekommunikationsunternehmen und Medienriesen nicht konkurrieren kann. Satte 75 % des Börsenwerts werden derzeit geshortet. Der Haken an der Sache ist, dass die Abonnenten von fuboTV bereits jetzt durchschnittlich vier Stunden pro Tag auf der Plattform verbringen. Das Unternehmen holt 7,50 USD pro Monat und Abonnent durch Werbung rein, und das zusätzlich zu den Abonnements, die bei 64,99 USD pro Monat beginnen. Dank zweier neuer Akquisitionen im Bereich Fantasy-Sport und Glücksspiel erwartet das Unternehmen, dass es im Jahr 2021 noch mehr auf Sportwetten setzen wird. Das Spiel hat hier gerade erst begonnen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Align Technology und Stitch Fix und empfiehlt Akiten von fuboTV, Inc. Rick Munarriz besitzt Aktien von fuboTV, Inc Dieser Artikel erschien am 30.1.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2021