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Wir sind aus einer 3-Raum-Wohnung in einen umgebauten Schulbus gezogen – es war die beste Entscheidung unseres Lebens

Mein Mann und ich sind in einen renovierten Schulbus gezogen. - Copyright: Nicole Jones
Mein Mann und ich sind in einen renovierten Schulbus gezogen. - Copyright: Nicole Jones

Als mein Mann Charlie und ich uns im Jahr 2015 kennengelernt haben, verband uns sofort die gemeinsame Liebe zum Reisen. Nach ein paar glücklichen Jahren in Chicago waren wir bereit für etwas Neues, weswegen wir uns im Jahr 2019 dazu entschlossen, unsere Jobs aufzugeben, um mit dem Rucksack durch Asien und Ozeanien zu reisen.

Vor unserem kleinen Sabbatical lebten wir in einer 92 Quadratmeter großen Wohnung mit drei Schlafzimmern und hatten mehr als genug Besitztümer, um sie zu füllen. Nachdem wir jedoch vier Monate lang aus einem Rucksack heraus gelebt hatten, wurde uns bewusst, dass materielle Besitztümer uns nicht glücklich machten. Wir wollten uns verkleinern.

Wir konnten uns nicht entscheiden, wo wir langfristig wohnen wollten

Die globale Pandemie traf die USA drei Monate nach unserer Rückkehr. Da unser Mietvertrag zu Ende ging und sich ein Großteil der Jobs ins Home Office verlagerten, verließen wir unsere Wohnung, brachten unsere Sachen in einer Lagereinheit unter und zogen in das Haus meines Vaters.

Mehrere Wochen lang zerbrachen wir uns den Kopf darüber, wo wir als Nächstes leben würden. Wir versuchten herauszufinden, welche Art von Haus wir kaufen wollten und was uns langfristig glücklich machen würde. Nachdem wir mitbekommen hatten, wie einige Freunde von uns das Land in einem Wohnmobil bereisten, brachte uns das auf die Idee, uns nach alternativen Wohnoptionen umzusehen.

Ein neues Wohnmobil zu kaufen, kam für uns nicht infrage. Nicht nur können diese sehr teuer sein – wir wollten auch etwas, das Charme hatte und sich wie ein Zuhause anfühlte. Als wir eines Tages einen Social-Media-Beitrag über ein Paar sahen, das einen Schulbus in ein Tiny House umgebaut hatte, wussten wir sofort: Das wollten wir auch.

Ein Schulbus bot nicht nur viel Potenzial, um ihm unseren eigenen Touch verleihen zu können, wir würden damit auch durch ganz Nordamerika reisen können, um den Ort zu finden, an dem wir uns langfristig niederlassen wollen würden.

Tiny House
Tiny House

Wir haben den Bus nach unseren Bedürfnissen renoviert

Viele der Schulbusrenovierungen haben wir selbst selbst durchgeführt. - Copyright: Nicole Jones
Viele der Schulbusrenovierungen haben wir selbst selbst durchgeführt. - Copyright: Nicole Jones

Im Juni 2020 kauften wir auf dem Facebook Marketplace einen Schulbus für 3500 US-Dollar (circa 3400 Euro). Damit konnten wir machen, was wir wollten, allerdings hatten wir zu dem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung mit Zimmerei, Klempnerarbeiten oder Elektrizität.

Mithilfe von YouTube, Instagram, Familie und Freunden haben wir dennoch in nur neun Monaten das Tiny Home unserer Träume gebaut. Wir sortierten einen Großteil unserer Sachen aus und behielten nur das, was wir wirklich brauchten. Das fiel uns nicht so schwer, wie wir erwartet hatten. Am Ende hatten wir immer noch mehr als genug Stauraum an Bord.

Im März 2021 machten wir uns schließlich auf den Weg. Nach einem langen und kalten Winter im Norden von Wisconsin fuhren wir als Erstes in den warmen Südwesten der USA.

Sich an den kleinen Wohnraum anzupassen, war nicht so schwierig, wie wir es uns vorgestellt hatten

Obwohl der Umzug von einer 92 Quadratmeter großen Wohnung in einen 21 Quadratmeter großen Bus wie eine gigantische Veränderung erscheinen mag, brauchten wir nur wenige Wochen, um uns daran zu gewöhnen.

Diese ersten Wochen waren jedoch hart. Innerhalb kürzester Zeit hatten wir ein Problem mit unserem Getriebe, dem Kühler und der Windschutzscheibe sowie drei separate Fahrten zum Mechaniker. Wir dachten, wir hätten eine falsche Entscheidung getroffen und würden den Stress, in einem Schulbus zu leben, nicht bewältigen können.

Aber nachdem alles repariert war, trafen wir in Arizona ein anderes Schulbus-Paar, das wir über Instagram kennengelernt hatten. Je mehr Geschichten und Erfahrungen wir mit unseren neuen Freunden austauschten, desto schneller verschwanden unsere Sorgen.

In einem Bus zu leben, hat uns die Augen für so viele neue Erfahrungen geöffnet

Wir lieben es, neue Orte zu entdecken. - Copyright: Nicole Jones
Wir lieben es, neue Orte zu entdecken. - Copyright: Nicole Jones

Die folgenden Monate verbrachten wir damit, Orte zu erkunden, an denen wir noch nie gewesen waren. Wir fuhren zu Nationalparks, besuchten Festivals und schlossen neue Freundschaften. Wir sind jetzt seit 16 Monaten unterwegs und waren nie glücklicher. Wir fahren immer der Sonne hinterher, und wenn es uns an einem Ort zu langweilig wird, ziehen wir um.

Wir wissen immer noch nicht, wo wir uns langfristig niederlassen wollen. Dabei ist es nicht so, als gäbe es keinen Ort, an dem wir nicht leben wollen würden. Im Gegenteil: Es gibt noch jede Menge Orte auf der Erde, an denen wir noch nicht gelebt haben. Das wollen wir ändern.

Dieser Text wurde aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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