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3 No-Go’s bei Dividendenwachstum

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Dividendenwachstum ist eine gute Strategie für Einkommensinvestoren. Wenn wir eine intakte Wachstumsgeschichte mit einem soliden Ausschüttungswachstum zu einer fairen Bewertung identifiziert haben, spricht erst einmal wenig gegen eine starke Gesamtperformance.

Allerdings ist es wie immer: Einige No-Go’s sollten Foolishe Investoren auch dabei beachten. Hier sind drei an der Zahl, die man definitiv im Hinterkopf haben muss.

Dividendenwachstum: No-Go Diskrepanz zu operativem Wachstum

Ein erstes No-Go, wenn es um das Dividendenwachstum geht, ist die Herkunft der Zahlungen. Wie bei jeder Dividendenaktie gilt auch, dass es im Idealfall aus dem operativen Erfolg und dem Wachstum kommen muss. Einzelne Jahre kann es auch mal aus der Substanz oder dem Erfolg der Vorjahre gehen. Mehr aber nicht.

Das heißt, dass sich eine Dividendenwachstumsaktie ihr Ausschüttungswachstum verdienen muss. Ansonsten besteht die Gefahr, dass man mehr Wachstum versprochen hat, als man liefern kann. Fixe Dividendenpolitiken mit Erhöhungen, egal was das operative Zahlenwerk angeht, sollten Einkommensinvestoren besser meiden.

Noch einmal die Erinnerung: Eine Dividende ist keine isolierte Kennzahl, sondern eine Ausprägung des operativen Zahlenwerks. Hier muss es einen Konsens zwischen dem Gewinnen oder dem freien Cashflow und den Möglichkeiten geben, die das Management zahlbar machen muss.

Ein zu hoher Preis!

Eine Aktie mit einem starken Dividendenwachstum gibt es häufiger mit höheren Bewertungen. Wachstum verdient ein gewisses Premium, das ist nur fair. Trotzdem ist ein No-Go, jeden Preis für ein solches Wachstumspotenzial zu bezahlen.

Im Endeffekt gilt auch hier: Welcher Preis ist fair, welches Kurs-Gewinn-Verhältnis für welche Ziele und welches operative Wachstum angemessen? Nur weil die Dividende steigt, erhalten wir keine Investitionsthese.

Das No-Go lässt sich daher spielend einfach damit zusammenfassen, dass Dividendenwachstum zwar ein Attraktivitätsmerkmal sein kann, aber nicht jede Aktie mit einem solchen auch automatisch direkt ein Kauf ist. Im Endeffekt geht es trotzdem um die Gesamtbewertung des Unternehmens, in das man sich einkauft.

No-Go Dividendenwachstum: Unternehmenskompromisse

Zu guter Letzt ist ein No-Go beim Thema Dividendenwachstum, dass man Kompromisse eingeht. Wenn eine Aktie zwar eine interessante Growth-Story besitzt, man jedoch bei dem Unternehmen grundlegend skeptisch ist, so sollte man lieber fernbleiben.

Auch hier gilt schließlich, dass das Unternehmen die Basis für die jetzigen und die zukünftigen Erfolge ist. Eine zukünftige Dividende muss erwirtschaftet werden, Produkte und Dienstleistungen sind die Basis für jeden Gewinn. Oder auch ein Management, das die Verantwortung trägt.

Ein attraktives Dividendenwachstum höher zu gewichten als das Unternehmen selbst, ist ein großer Fehler. Ihn zu meiden ist entscheidend, um als Investor langfristig erfolgreich zu sein.

Der Artikel 3 No-Go’s bei Dividendenwachstum ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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