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3 High-Growth Tech-Aktien für 2020 und darüber hinaus

adityaraghunath

Technologiewerte ziehen ja in der Regel viele Fans an. Egal wie viele Tech-Blasen am Ende platzen, Analysten und Investoren sind immer auf der Suche nach dem nächsten großen Tech-Ding (und vor allem nach dem unglaublichen Wachstum, das damit einhergeht).

Das bedeutet nicht, dass man wahllos in die Branche investieren sollte. Anleger, die sich bei Tech diversifizieren wollen, sollten einen Blick auf die drei folgenden Unternehmen werfen, die seit ihrem Start am Markt jeweils beeindruckende Renditen erzielt haben.

Auch wenn jüngst erfolgte Abwärtsbewegungen bei diesen Aktien einige Anleger beunruhigt haben, sind The Trade Desk (WKN:A2ARCV), ServiceNow (WKN:A1JX4P) und Okta (WKN:A2DNKR) Teil von wachstumsstarken Sektoren mit riesigen Märkten, die die Ergebnisse in den kommenden Jahren steigern können. Aber warum genau sollten die drei es schaffen, ihre Anleger reich zu belohnen?

The Trade Desk

The Trade Desk ermöglicht es Unternehmen, digitale Werbekampagnen und Ausgaben für verschiedene Formate und Geräte zu verwalten. Die Plattform des Unternehmens erlaubt einem Anzeigenkunden, sich nicht nur in digitale Medien einzukaufen, sondern auch die Effektivität dieser Kampagnen zu optimieren und zu messen.

Ein eMarketer-Bericht besagt, dass die digitalen Werbeausgaben in den Vereinigten Staaten 2019 voraussichtlich 54,2 % der gesamten Werbeausgaben ausmachen werden, wobei der Markt bis Ende dieses Jahres fast 130 Milliarden USD erreichen und mit zweistelligem Tempo wachsen wird. The Trade Desk ist Teil der programmatischen Werbung, deren Markt im Jahr 2019 auf 34 Milliarden USD geschätzt wird.

Das Management erwartet, dass die programmgesteuerte Werbung im Vergleich zur digitalen Werbung insgesamt deutlich schneller wachsen wird, was dem Unternehmen helfen wird, das Wachstum weiter zu steigern und Marktanteile zu gewinnen. Ziel von The Trade Desk ist es, die Vorteile der Umstellung auf datengesteuerte Werbeausgaben zu nutzen, die verbraucherspezifischer und oft auch wesentlich effektiver sind.

Aufgrund der Marktposition in diesem Bereich ist es dem Unternehmen gelungen, im zweiten Quartal mit 55 Unternehmen Rahmenverträge abzuschließen, der höchste Wert seit 2016. Der größte Umsatztreiber für dieses Unternehmen könnte jedoch der Deal mit Amazon Publisher Services sein.

Während früher Werbetreibende mit Amazon zusammenarbeiten mussten, um Anzeigen für Fire TV- und Fire TV-Stick-Nutzer schalten zu können, werden sie dazu nun die Plattform von The Trade Desk nutzen können. Dieser Deal kann für das Unternehmen ein Wendepunkt sein, und CEO Jeff Green ist darauf bei der Konferenz zum Q2 auch ausführlich eingegangen.

Im Q2 lag der Umsatz um 42 % über dem Vorjahresniveau, während das Wachstum von Connected TVs (CTV) noch höher ausfiel, das sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelte. Durch den Deal mit Amazon wird sich dieses Geschäft noch weiter steigern.

Die Aktien von The Trade Desk haben ihren Wert seit dem Börsendebüt bereits mehr als verzehnfacht, obwohl die Aktie derzeit um über 30 % unter ihrem 52-Wochen-Hoch liegt. Es ist nun also der perfekte Zeitpunkt, um sich hier einzukaufen.

ServiceNow

Eine der größten Herausforderungen für Unternehmen im Technologiebereich ist die Kundenbindung. Menschen sind in der Regel nicht besonders loyal, wenn sie jede neue Innovation oder Technologie im Auge behalten, die zu mehr Effizienz führen könnte.

Aus diesem Grund gefällt mir ServiceNow, ein Cloud-basierter Anbieter von Unternehmenslösungen, bei dem der Abonnementverkauf im Juni 94 % des Umsatzes ausmachte. Dies ermöglicht einen stetigen Strom an Cashflows. Darüber hinaus liegt die Kundenverlängerungsrate für ServiceNow bei fantastischen 98 %.

Aber was genau macht ServiceNow? Nun, es automatisiert Workflows und IT-Operationen mit den Schwerpunkten Service Management, Customer Support und Human Resources. Das Unternehmen will die digitale Transformation von Unternehmen ermöglichen und beschleunigen, und es verfügt über einen Kundenstamm von bereits 5.400 Kunden, der weiter wächst.

ServiceNow wurde von Forrester Wave im Segment Enterprise Service Management (ESM) als führend ausgezeichnet. Von Forrester heißt es:

ServiceNow ist der größte ESM-Player auf dem Markt und derzeit der dominante Player auf dem Markt für große Unternehmen. Mit einer der klarsten und umfassendsten strategischen Visionen hat dieser Anbieter groß in Automatisierung und Intelligenz, Benutzerfreundlichkeit, DevOps und seine Position als Unternehmensplattform investiert.

Das Unternehmen expandiert nun in Automatisierungsdienstleistungen in Bereichen wie Recht und Finanzen. Eine hohe Verlängerungsrate hilft dem Unternehmen, sich gegen andere Dienstleistungen durchzusetzen und konnte zudem den durchschnittlichen Auftragswert erhöhen. All diese Faktoren haben zu einem soliden Wachstum des Unternehmens beigetragen. Der Umsatz hat sich von 1,4 Milliarden USD im Jahr 2016 auf 2,6 Milliarden USD im Jahr 2018 nahezu verdoppelt. Analysten erwarten, dass die Umsatzerlöse im laufenden Jahr fast 3,5 Milliarden USD erreichen und sich bis Ende 2021 auf 6 Milliarden USD belaufen werden.

Okta

Okta ist ein Unternehmen, das im Bereich Identitäts- und Zugangsmanagement tätig ist. Dieser Markt wird voraussichtlich um 13 % jährlich, von 10,1 Milliarden USD im Jahr 2018 auf 23,4 Milliarden USD im Jahr 2025, wachsen, wie es in einem Bericht von Zion Market Research aufgeschlüsselt ist.

Bei Zion Research heißt es:

Die zunehmende Dynamik von webbasierten Anwendungen und Remote-Arbeiten hat dazu geführt, dass die Benutzer mit den organisatorischen Ressourcen in Verbindung bleiben, ohne die Sicherheit zu gefährden. Darüber hinaus hosten Unternehmen Anwendungen in der Cloud, weshalb es äußerst wichtig ist, ihre Authentifizierung und Autorisierung für verschiedene Anwendungen und Unternehmensdaten zu verwalten und so den Markt für Identitäts- und Zugriffsverwaltung zu erschließen.

Okta sitzt an einer beneidenswerten Stelle, indem es Unternehmen dabei unterstützt, ihre Mitarbeiterbasis über die Okta Identity Cloud Platform mit Apps zu verbinden. Anfang dieses Monats brachte Okta zudem SecurityInsights auf den Markt, das Kunden personalisierte Sicherheitserkennungs- und -behebungsfunktionen bietet.

SecurityInsights hat zwei Funktionen – die erste ist UserInsights, mit der Endnutzer verdächtige Aktivitäten melden können. Zweitens bietet HealthInsight dem Admin die gleichen Funktionen. Diese Lösungen werden Unternehmen helfen, schnell gegen Cyberangriffe vorzugehen.

Okta hat sich kürzlich zudem mit Atlassian zusammengetan, einem Anbieter von Kollaborations- und Produktivitätssoftware für Unternehmen. Jetzt können Unternehmen die Authentifizierungstechnologie von Okta in die Cloud-Produkte von Atlassian integrieren. Dadurch erhalten die Mitarbeiter einen sicheren Zugang zu den Werkzeugen, die sie tagtäglich und in einer sicheren Umgebung benötigen.

Das Unternehmen ist sich bewusst, dass sich die Notwendigkeit der Unternehmenssicherheit schnell entwickelt, vor allem, da die Unternehmen ihre Mitarbeiter auf der ganzen Welt verteilt haben. Rund 80 % der Angriffe zielen auf schwache Login-Daten ab, was dann die gesamte Organisation gefährdet. Unternehmen müssen sich da ganz besonders gut aufstellen, und Okta erweitert sein Produktportfolio, um diese Anforderungen schnell zu erfüllen.

Die Erfolgsbilanz ist dann auch beeindruckend. Das Unternehmen verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzwachstum von 56 %, während Analysten bis 2022 einen Umsatz von fast 1 Milliarde USD erwarten. Auch die Profitabilität entwickelt sich in die richtige Richtung, da das EBITDA noch im selben Jahr in den positiven Bereich vorstoßen soll.

Seit dem Börsengang im April 2017 ist die Aktie satte 580 % gestiegen, ist aber in den letzten drei Monaten um 16 % gesunken.

Tech-Aktien sind durch branchenweiten Abverkauf günstig

Aufgrund ihrer hohen Bewertungen und der damit verbundenen hohen Erwartungen entwickeln sich Technologiewerte in einer Baisse besser als die breiteren Indizes. Alle drei Unternehmen haben in letzter Zeit erheblich an Wert verloren, da die Investoren makroökonomische Bedenken hatten.

Als Anleger hat man nach diesen Einbrüchen die große Chance, seine Positionen günstig auszubauen. Diese drei Unternehmen bieten unübertroffene Marktchancen und jeweils starke Geschäfte, was sich für langfristig aufgestellte Aktionäre auszahlen sollten.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Atlassian, Okta und The Trade Desk und besitzt Aktien von Service Now. Aditya Raghunath besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 16.10.2019 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2019