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3 Gründe, warum Roku sich nicht an Netflix verkaufen sollte

Netflix Aktie
Netflix Aktie

Wichtige Punkte

  • Es gibt Gerüchte, dass Netflix ein Angebot zum Kauf von Roku machen könnte.

  • Ein solcher Deal würde für Netflix sehr viel Sinn machen.

  • Aber der Wert für die Aktionäre von Roku ist weniger klar.

In den letzten Wochen tauchten an der Wall Street Gerüchte auf, dass der Streaming-Dienst Netflix (WKN:552484) ein Angebot für die Übernahme der Streaming-Plattform Roku (WKN:A2DW4X -3,73 %) abgeben könnte. Das Gerücht wurde auch innerhalb von Roku gestreut, und das Unternehmen hat den Mitarbeiterhandel mit seinen Aktien ausgesetzt, ein Verfahren, das manchmal zum Tragen kommt, bevor wichtige Nachrichten veröffentlicht werden.

Die Anleger werden abwarten müssen, ob hinter dem Rauch auch Feuer steckt, aber es scheint plausibel, da die Marktkapitalisierung von Roku auf 10 Milliarden US-Dollar geschrumpft ist – ein verdaulicher Preis für Netflix. Aber ein Verkauf ist auf lange Sicht nicht immer der lohnendste Schritt. Hier sind drei Gründe, warum Roku auf sich allein gestellt bleiben sollte.

1. Wer braucht wen?

Die Marktkapitalisierung von Netflix ist etwa siebenmal größer als die von Roku, und das Unternehmen genießt seinen Ruf als Pionier der Streaming-Branche. Aber Netflix‘ jahrelanges Beharren auf einem reinen Abonnementmodell könnte das Unternehmen auf dem falschen Fuß erwischt haben.

Das Abonnentenwachstum hat sich seit dem Höhepunkt von COVID-19 merklich verlangsamt. Im zweiten Quartal 2021 sank das Abonnentenwachstum im Jahresvergleich in den einstelligen Bereich, wo es seitdem geblieben ist. Das Aufkommen zahlreicher konkurrierender Dienste setzt Netflix unter Preisdruck.

Roku hingegen baut seit der Übernahme der Adtech-Plattform dataxu im Jahr 2019 langsam ein Werbegeschäft auf. Sein werbegestützter Dienst The Roku Channel gehört mittlerweile zu den fünf besten Streaming-Diensten unter den Roku-Nutzern, was Reichweite und Engagement angeht.

Reed Hastings, Co-CEO von Netflix, hat in der Telefonkonferenz zum 1. Quartal 2022 offen erklärt, dass er es vorziehen würde, die gesamte Werbetechnik hinter den Kulissen auszulagern, damit sich Netflix weiterhin auf die Erstellung von Inhalten konzentrieren kann.

Durch die Übernahme von Roku würde Netflix den benötigten Adtech-Partner bekommen, der durch die Übernahme von Roku profitabler wird und Netflix alle Nutzerdaten von Roku zur Verfügung stellt.

Die Vorteile für Netflix liegen auf der Hand, aber was würde Roku davon haben? Abgesehen von einem Aufschlag auf den aktuellen Aktienkurs ist Rokus Führungsrolle als Streaming Video Gatekeeper eine überzeugende langfristige Investitionsthese.

2. Netflix könnte Schwierigkeiten haben, Roku zu schlucken

Roku wird nicht billig sein. Netflix müsste einen kräftigen Aufschlag zahlen, damit die Aktionäre einem Verkauf zustimmen. Aber wie hoch kann Netflix diesen Preis ansetzen? Die folgende Grafik zeigt, wie der ständige Bedarf an neuen Inhalten den Cashflow des Unternehmens neutral hält und es zwingt, sichmehr Geld zu leihen.


NETFLIX ZAHLUNGSMITTEL UND KURZFRISTIGE INVESTITIONEN (VIERTELJÄHRLICH). DATEN VON YCHARTS

Um eine Übernahme zu stemmen, müsste Netflix entweder Kredite aufnehmen – was seine Fähigkeit, in Inhalte zu investieren, beeinträchtigen könnte – oder eine zweite Aktienemission durchführen, und das zu einem Zeitpunkt, an dem der Aktienkurs 75 % unter seinem Höchststand liegt.

3. Hoch einkaufen und niedrig verkaufen?

Das könnten sich auch die Aktionäre von Roku fragen. Die Aktien des Unternehmens sind seit ihrem Höchststand um mehr als 80 % gefallen. Wäre Roku bereit, sich zu einem Preis zu verkaufen, der wahrscheinlich weit unter seiner Marktkapitalisierung von vor einem Jahr liegen würde?

Unten siehst du, dass Roku in Bezug auf das Kurs-Umsatz-Verhältnis so günstig ist wie nie zuvor. Ich bin mir nicht sicher, ob es einen klaren Anreiz gibt, das Unternehmen auf diesem Niveau zu verkaufen, da Roku mehr Abonnenten als je zuvor hat und sein Adtech-Geschäft boomt.


ROKU KUV. DATEN VON YCHARTS

Der Wunsch von Netflix, in das werbegestützte Streaming einzusteigen, macht eine mögliche Übernahme von Roku für das Unternehmen attraktiv. Allerdings ist die Situation für Roku nicht so einfach. Aktionäre von übernommenen Unternehmen verkaufen wegen des Geldes, und der aktuelle Markt macht einen fetten Zahltag für Rokus Investoren unwahrscheinlich.

Es kann sein, dass Roku und Netflix in gewissem Maße bei der Werbung zusammenarbeiten werden – es gab bereits entsprechende Gerüchte. Eine formale Übernahme scheint für Roku im Moment jedoch nicht sinnvoll zu sein.

Der Artikel 3 Gründe, warum Roku sich nicht an Netflix verkaufen sollte ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dieser Artikel wurde von Justin Pope auf Englisch verfasst und am 16.06.2022 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

The Motley Fool besitzt und empfiehlt Netflix und Roku.

Motley Fool Deutschland 2022

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