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3 Elektroauto-News von der NIO-Aktie, der Tesla-Aktie und der Renault-Aktie

Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Elektroautos werden zwar dank Tesla (WKN: A1CX3T) überall in der Presse erwähnt, sodass der Eindruck entsteht, sie würden bereits den Markt dominieren, aber in der Realität trugen sie 2019 weltweit nur etwa 2,6 % zu den Neuzulassungen bei. Zudem lag ihr Anteil an den zugelassenen Autos im gleichen Jahr gerade einmal bei etwa 1 %.

Dennoch sind Elektroautos ein Trend, der so gesehen noch sehr viel Wachstumsspielraum besitzt. Tesla oder NIO (WKN: A2N4PB) könnten deshalb noch lange Zeit davon profitieren, was aber nicht heißt, dass ihre Aktien zwischenzeitlich nicht stark korrigieren könnten, wenn sie überbewertet sind.

2019 stieg die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos um etwa 40 %, was zeigt, wie dynamisch die Entwicklung verläuft. Mit weiteren technischen Verbesserungen wird ihre Reichweite zukünftig noch deutlich steigen, was den Zuspruch in der Bevölkerung erhöhen sollte.

1) NIO arbeitet an 900 km Reichweite

Für die Ladeproblematik hat NIO eine gute Lösung entwickelt. Das Unternehmen errichtet Wechselstationen, wo innerhalb von fünf Minuten der Akku getauscht werden kann. Wahrscheinlich ist diese Methode aussichtsreicher, schneller und praktischer als der Aufbau unzähliger Ladesäulen. Zudem wird so das Wartezeitproblem beim Laden gelöst.

Daneben arbeitet der Konzern an einer deutlich verbesserten Akkureichweite, die bald bei 900 km liegen könnte. Dazu soll ein derzeit in der Entwicklung befindlicher Akku mit 150 kWh Leistung beitragen. NIOs aktuelle Akkuleistungen liegen dagegen zwischen 70 bis 84 kWh.

Eine Reichweite von 900 km würde zudem dazu beitragen, dass Elektro- den Verbrennerautos in diesem Punkt nicht mehr unterlegen sind, sodass ihr Absatz weiter steigen würde. In etwa eineinhalb Jahren plant NIO den europäischen Markteintritt.

2) Tesla mit Softwarefortschritten

Ein weiteres heiß diskutiertes Thema in Zusammenhang mit Elektroautos ist deren zunehmende Automatisierung. Tesla arbeitet mit Hochdruck an der Entwicklung einer Software für selbstfahrende Wagen.

Bisher treten allerdings noch zu viele gefährliche Situationen und Unfälle auf, sodass weiter entwickelt werden muss. Doch in absehbarer Zeit werden Elon Musks Träume sehr wahrscheinlich Realität werden.

Er kündigte zuletzt ein Software-Update an, das die Eingriffsrate des Fahrers um weitere 33 % senken soll. Tesla testet seine Systeme permanent in der Praxis und sammelt so enorme Datenmengen. Fehler und Probleme werden auf diesem Weg erkannt und ausgemerzt. So nähert sich der Konzern systematisch seinem großen Ziel.

„Dieses Update befasste sich mit mehreren Fragen, was zu circa 1/3 weniger Interventionen führt. Viele der Verbesserungen bestehen in der Behebung von dummen Fehlern und keinen großen Heureka-Momenten. Meiner Erfahrung nach trifft dieser Prozess auf die meisten Beta-Versionen zu. Die Fehlerrate wird niemals Null erreichen, aber irgendwann liegt die Wahrscheinlichkeit eines Fehlers weit unter der eines durchschnittlichen Menschen“, so Elon Musk.

3) Renault ZOE beliebtestes Elektroauto

In Deutschland sind nicht etwa Tesla, NIO oder BYD (WKN: A0M4W9) die beliebtesten Elektroautohersteller, sondern für viele überraschend der unscheinbare Renault (WKN: 893113). Im Oktober 2020 wurden 5.014 und seit Anfang des Jahres 2020 über 20.000 Einheiten vom Renault ZOE verkauft.

Damit liegt das Modell, dass eine Reichweite von etwa 395 km besitzt, nach Elektroauto-Absatzzahlen in Deutschland auf Platz eins. Ab November 2020 bringt Renault mit dem Twingo ein weiteres reines Elektromodell auf den Markt.

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Christof Welzel besitzt NIO-Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

Motley Fool Deutschland 2020