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3 Dinge, die du wissen musst, bevor du die erste Aktie kaufst!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Börse Dividende Aktien
Börse Dividende Aktien

Stehst du kurz vor deinem ersten Aktienkauf? Möglicherweise weil einer deiner guten Vorsätze ist, dich intensiver mit deinem Geld auseinanderzusetzen? Falls ja, dann hast du bereits eine sehr wichtige Entscheidung getroffen. Damit könnte eine Phase des Vermögensaufbaus beginnen, die über viele Ergebnisse des Sparens hinausgeht.

Trotzdem solltest du, noch bevor du deine erste Aktie kaufst, über einige wichtige Dinge nachdenken. Beziehungsweise wissen, worauf du dich einlässt. Hier sind im Folgenden jedenfalls drei Aspekte, die du wissen musst. Vor allem, wenn du jetzt kurz davor bist, deine erste Aktie in dein Depot zu legen.

1. Auch defensive Aktien können korrigieren

Falls du gerade dabei bist, deine erste Aktie zu kaufen, stehen die Chancen nicht schlecht dafür, dass du nach defensiver Klasse Ausschau hältst. Möglicherweise möchtest du zunächst auf eine konservative Dividendenaktie setzen. Oder sogar auf einen Dividendenaristokraten aus einem defensiven Segment. Trifft das zu? Dann spitz jetzt lieber die Lauscher.

Eine Wahrheit ist, dass auch solche Aktien korrigieren können. Defensive Klasse schützt nicht vor Volatilität. Oder vor einem Crash. Oder vor einer kleineren Korrektur. Vor allem nicht, wenn es marktbreit hinabgeht und die Aktie aufgrund ihrer defensiven Klasse mit einer Premiumbewertung bepreist wird.

Was möglicherweise einen Sicherheitspuffer darstellen könnte, ist eine Sicherheitsmarge bei einer Aktie. Schau daher lieber nach Anteilsscheinen, die neben einem defensiven Geschäftsmodell eine zu günstige Bewertung aufweisen. Das könnte das Abwärtspotenzial besser begrenzen.

2. Es gibt keine Sicherheiten bei Aktien

Aktien sind innerhalb eines diversifizierten Ansatzes weitgehend sicher. Trotzdem solltest du dich von einem Gedanken verabschieden: Dass du mit einer Analyse 100 % Sicherheit erhalten kannst. Das wird es leider niemals wirklich geben.

Trotz sorgfältiger Analyse werfen wir lediglich einen Blick von oben und von außerhalb auf ein Unternehmen und die Aktie. Es gibt Informationen, die uns nicht zugänglich sind. Zudem versuchen wir als Investoren, die Zukunft bestmöglich vorherzusehen. Das zeigt: Du wirst niemals auf Nummer sicher gehen können, mit jeder Investitionsentscheidung voll und ganz richtig zu liegen.

Das wiederum bedeutet, dass wir versuchen sollten, stets in Summe unserer Entscheidungen richtig zu liegen. Fehler gilt es trotz dieser Unsicherheit zu meiden und du solltest versuchen, immer bestmöglich deine Hausaufgaben zu machen. Trotzdem werden wir niemals ausschließen können, auch mal danebenzuliegen.

3. Du wirst keine perfekten Entscheidungen treffen

Gerade für den Anfang gilt außerdem: Du wirst mit deinem ersten Aktienkauf vermutlich keine perfekte Investitionsentscheidung treffen. Das ist allerdings auch nicht schlimm. Das erfolgreiche Investieren ist ein lebenslanger Lernprozess, bei dem sich dein Ansatz konsequent weiter verfeinert. Ganz automatisch wirst du in einigen Jahren daher womöglich deine ersten Investitionsentscheidungen anders bewerten.

Das ist Teil des Prozesses. Trotzdem versuche am besten direkt, unternehmensorientiert und langfristig zu investieren und eine Aktie und ein Unternehmen gründlich zu analysieren. Nur so wird sich dein Ansatz konsequent festigen und verbessern.

Eine spannende Reise steht bevor!

Wie gesagt: Wenn du kurz davor bist, deine ersten Aktien zu kaufen, stehst du vor einer spannenden Reise. Es werden dir Fehler passieren und gerade am Anfang können deine Schritte womöglich noch wackelig sein. Aber bleib dabei, lerne und analysiere gründlich deine Investitionsentscheidungen. Damit stellst du sicher, dass du langfristig mehr aus deinem Geld machen kannst.

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