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3 Dinge, die bei der Square-Aktie jetzt schiefgehen könnten

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
Hand einer jungen Dame, die ihr Smartphone auf einen Kreditkarten-Zahlungsautomaten legt
Hand einer jungen Dame, die ihr Smartphone auf einen Kreditkarten-Zahlungsautomaten legt

Die Square-Aktie (WKN: A143D6) verbrieft eine wirklich rasante und intakte Wachstumsgeschichte. Alleine der Blick auf die letzten Quartalszahlen mit einem Umsatzsprung von 140 % auf 3,03 Mrd. US-Dollar zeigt, wie intakt sie ist. Auch die Cash App hat neben den digitalen Zahlungsdienstleistungen zuletzt zum Wachstum ordentlich beigetragen.

Allerdings ist mit jeder Chance auch ein Risiko verbunden. Ein erstes könnte beispielsweise die fundamentale Bewertung sein. Die Square-Aktie wird gegenwärtig mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis von über 8 gehandelt. Günstig ist das sicherlich nicht.

Vor allem wenn operativ etwas schiefgehen sollte, könnte eine Korrektur lauern. Hier sind daher drei Dinge, die bei der Wachstumschance der Square-Aktie noch schiefgehen könnten.

Square-Aktie: Die Internationalisierung glückt nicht

Mittel- bis langfristig ist eines klar: Um sich weiter behaupten und wachsen zu können, sollte die Square-Aktie es irgendwann schaffen, die internationalen Verbraucher von der eigenen Lösung zu überzeugen. Derzeit ist das Management offenbar dabei, die Expansion in Richtung Europa vorzubereiten. Ein großer, lukrativer, vielleicht aber auch etwas schwierigerer Markt.

Wenn die Internationalisierung nicht glücken sollte, so könnte das eine Belastung für die Square-Aktie sein. Allerdings gilt: Noch immer besitzen die USA eine Menge Raum, um weiterzuwachsen. Alleine die Cash App besitzt demnach gerade einmal zwischen 30 und 40 Mio. aktive Nutzer. Das zeigt, welch gigantisches Potenzial zumindest mittelfristig hier noch gewonnen werden kann.

Konkurrenz ein Thema …?

Eine zweite Baustelle, die die Square-Aktie über kurz oder lang haben könnte, ist außerdem die der Konkurrenz. Im Markt der digitalen Zahlungsdienstleistungen ist das Unternehmen nicht alleine. Auch nicht im Segment der privaten Finanz-Applikationen. Das Management ist das allerdings gewohnt. Schließlich gab es von Beginn an weitere Zahlungsdienstleister.

Das Management des US-Konzerns rüstet sich jedoch rein qualitativ, um einen Vorteil zu erreichen. So wird das Ökosystem der Cash App beispielsweise mit Steuerlösungen erweitert. Auch neue, spannende Währungen wie Kryptowährungen werden unterstützt. Das zeigt, dass Square versucht, anders zu sein. Oder besonders innovativ. Für den Wachstumskurs ist das möglicherweise wertvoll und entscheidend.

Ein sich verlangsamendes Marktwachstum …?

Eine hypothetisch dritte Baustelle könnte außerdem ein sich verlangsamendes Marktwachstum sein. Trotzdem: Das ist eigentlich nicht sonderlich wahrscheinlich. Der Onlinehandel boomt, die Welt wird immer digitaler. Das dürfte auch die digitalen Finanzdienstleistungen konsequent mehr betreffen.

Das Management hinter der Square-Aktie spricht außerdem davon, dass lediglich 3 % des potenziell adressierbaren Gesamtmarktes bis jetzt eingenommen sind. Das dürfte alleine zeigen: Ein gewaltiges Potenzial ist grundsätzlich noch immer vorhanden, Wachstumsmöglichkeiten in dem Markt gegeben.

Square-Aktie: Nur 2 Dinge, die schiefgehen können?

Wenn ich unsere Erkenntnisse daher einmal zusammenfasse, so glaube ich, dass Foolishe Investoren insbesondere die Internationalisierung und die Konkurrenz im Auge behalten sollten. Der Markt hingegen wächst von alleine und das Management hinter der Square-Aktie sieht noch eine Menge Potenzial. Chancenseitig kann man diese Einschätzung durchaus teilen.

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Vincent besitzt Aktien von Square. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Square.

Motley Fool Deutschland 2021