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3 Dinge, die angehende Investoren in einem Bärenmarkt tun sollten

·Lesedauer: 4 Min.
Bär im Anzug steht vor sinkendem Kurs Börsencrash Crash an der Börse

Bärenmärkte sind für alle Investoren hart, aber sie können besonders nervenaufreibend für angehende Investoren sein, die noch dabei sind, das alles zu lernen. Manche haben das Gefühl, dass sie etwas falsch machen, weil sie Geld verlieren, und das könnte sie dazu verleiten, Entscheidungen zu treffen, die einen vorübergehenden Verlust in einen dauerhaften verwandeln. Wenn du neu beim Investieren bist und nicht sicher bist, wie du mit einem Börsencrash umgehen sollst, dann probiere einige dieser Tipps aus.

1. Konzentriere dich auf die Langfristigkeit

Verluste können verheerend sein, aber du musst daran denken, dass sie, wenn du in solide Unternehmen investiert hast, wahrscheinlich nur vorübergehend sind. Du musst oft nichts tun, um die Situation zu beheben, weil sie sich mit der Zeit von selbst regeln wird. In diesem Zusammenhang könntest du nur noch mehr Probleme bekommen, wenn du versuchst, deine Investitionen schnell zu verkaufen, bevor du noch mehr Geld verlierst, oder wenn du fieberhaft kaufst, um deine Verluste zu kompensieren.

Es gibt einige Fälle, in denen du deine Vermögensaufteilung überdenken solltest. Wenn du zum Beispiel dein Geld nur in ein paar Aktien investiert hast und diese alle in einem einzigen Sektor liegen, ist das ein klares Zeichen dafür, dass du nicht diversifiziert genug bist. Du riskierst hohe Verluste, wenn sich deine wenigen Investitionen nicht gut entwickeln, also ist es sinnvoll, einen Teil deines Geldes umzuschichten. Aber wenn du bereits gut diversifiziert bist und in große, stabile Unternehmen investiert hast, ist es oft das Beste, wenn du deine Investitionen in Ruhe lässt.

2. Hör auf, dein Portfolio jeden Tag zu überprüfen

Wenn dich der Blick auf dein Portfolio stresst und zu unüberlegten Handlungen verleitet, solltest du dich für eine Weile zurückhalten. Überprüfe es nicht jeden Tag oder jede Woche. In Wirklichkeit ist die Performance von Monat zu Monat nicht so wichtig, wenn du planst, eine Aktie über Jahrzehnte zu halten.

Schaue, ob du automatisierte Einzahlungen in dein Portfolio einrichten kannst, falls du das nicht schon getan hast. Dies zieht automatisch jeden Monat Geld von deinem Bankkonto ab und investiert es nach deiner Anweisung. Dies ist eigentlich eine Strategie, die als Durchschnittskosteneffekt bekannt ist. Es ist eine großartige Strategie für die meisten Investoren, aber besonders für Anfänger, weil sie so einfach ist. Du brauchst den Markt nicht zu timen. Du investierst einfach einen regelmäßigen Geldbetrag nach einem vorhersehbaren Zeitplan. Manchmal kaufst du, wenn die Preise hoch sind und andere Male, wenn sie niedrig sind. Am Ende zahlst du einen plausiblen Preis für all deine Aktien.

3. Erwäge einen Indexfonds

Indexfonds sind eine großartige Möglichkeit, dein Portfolio zu diversifizieren, und du kannst einfach den Durchschnittskosteneffekt nutzen, um mit der Zeit mehr in sie zu investieren. Ein Indexfonds ist eine Art von Investmentfonds oder börsengehandeltem Fonds (ETF) – ein Bündel von Aktien, die du zusammen kaufst. Was sie von anderen Investmentfonds oder ETFs unterscheidet, ist, dass Indexfonds geschaffen werden, um die Performance ihres zugrundeliegenden Indexes zu imitieren. So enthält ein S&P 500-Indexfonds die Aktien aller 500 Unternehmen, die den S&P 500 ausmachen.

Der Gedanke dahinter ist, dass wenn der Index gut läuft, die Leute, die in Indexfonds investiert sind, auch gut abschneiden. Und diese Strategie funktioniert gut für viele Leute. Warren Buffett ist ein großer Fan von Indexfonds und hat einmal mit einem Top-Hedgefonds-Manager gewettet, dass er es nicht schafft, einen S&P 500-Indexfonds über 10 Jahre hinweg zu übertreffen. Buffett hat deutlich gewonnen.

Indexfonds liefern in der Regel nicht genau die gleiche Rendite wie der Index selbst, weil sie wie alle Investmentfonds einige Gebühren haben, die als Kostenquoten bekannt sind. Aber die Kostenquoten von Indexfonds sind normalerweise extrem niedrig. Der Vanguard S&P 500 ETF berechnet dir nur 3 US-Dollar pro Jahr für jede 10.000 US-Dollar, die du in ihn investiert hast. Diese niedrigen Gebühren helfen dir, mehr von deinen Erträgen zu behalten, die auf lange Sicht oft ziemlich beträchtlich sind.

Wenn du Anfang 2011 10.000 US-Dollar in den Vanguard S&P 500 ETF investiert hättest, hättest du Ende Mai dieses Jahres fast 42.000 US-Dollar. S&P 500-Indexfonds haben ihre Höhen und Tiefen. Aber auch hier gilt: Solange du dich auf die Langfristigkeit konzentrierst, sollten dich diese kurzfristigen Schwankungen nicht allzu sehr beunruhigen.

Es kann schwierig sein, Vertrauen in deine Entscheidungen zu haben, wenn du noch neu im Spiel bist, aber bei einem Marktcrash kann es verheerende Folgen haben, wenn du dich selbst in Frage stellst. Schau dir dein Portfolio genau an, um zu entscheiden, ob es ernsthafte Probleme gibt, wie z. B. eine mangelnde Diversifizierung, die angegangen werden müssen. Aber ansonsten bleibe auf Kurs und erinnere dich immer wieder daran, dass sich der Markt irgendwann erholen wird.

Der Artikel 3 Dinge, die angehende Investoren in einem Bärenmarkt tun sollten ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Dieser Artikel stellt die Meinung des Autors dar, die von der "offiziellen" Empfehlungsposition eines The Motley Fool Premium-Beratungsdienstes abweichen kann. Eine Investitionsthese zu hinterfragen - selbst eine eigene - hilft uns allen, kritisch über Investitionen nachzudenken und Entscheidungen zu treffen, die uns helfen, klüger, glücklicher und reicher zu werden.

Dieser Artikel wurde von Kailey Hagen auf Englisch verfasst und am 13.06.2021 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Anteile des Vanguard S&P 500 ETF.

Motley Fool Deutschland 2021

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