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3 Buffett-Aktien, die du 2021 unbedingt meiden solltest

Sean Williams
·Lesedauer: 5 Min.
Warren Buffett
Warren Buffett

Wenn es ums Investieren geht, ist Warren Buffetts Name praktisch ein Synonym für Erfolg. Laut der Zahlen im jüngsten jährlichen Aktionärsbrief von Berkshire Hathaway (WKN: A0YJQ2) hat das Konglomerat, das Buffett seit fünf Jahrzehnten leitet, seit Anfang 1965 eine durchschnittliche Rendite von 20,3 % für die Aktionäre erzielt. Das ist eine Gesamtrendite von sage und schreibe über 2.700.000 % in 55 Jahren.

Das Interessante an Buffett ist, dass er nichts tut, was ein Kleinanleger nicht auch tun könnte. Unternehmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen zu finden und sie über lange Zeiträume zu halten, erfordert nichts weiter als Überzeugung und Geduld.

Doch das Orakel von Omaha und sein Investmentteam sind nicht perfekt. Von den rund vier Dutzend Titeln, die sich derzeit im Portfolio von Berkshire Hathaway befinden, sollten im Jahr 2021 drei unbedingt gemieden werden.

Snowflake

Auch wenn dies bei wachstumsorientierten Anlegern für Unmut sorgen könnte, sollte der Cloud-Data-Warehousing-Riese Snowflake (WKN: A2QB38), der im September an die Börse ging, im Jahr 2021 auf jeden Fall gemieden werden.

Berkshire beteiligte sich privat an Snowflake, kurz bevor das Unternehmen an die Börse ging. Das brachte Buffett mehr als 6,1 Millionen Aktien ein, was etwas mehr als 2 % der ausstehenden Aktien von Snowflake entspricht. Da Buffett nicht genau weiß, was cloudbasierte Unternehmen tun, ist diese Investition mit ziemlicher Sicherheit das Werk seiner Vertrauten gewesen.

Was das Betriebsmodell angeht, kann ich die Einzigartigkeit dessen, was Snowflake auf den Tisch bringt, tatsächlich schätzen. Die Cloud-Datenlösungen von Snowflake basieren zum Beispiel auf vielen der beliebtesten Infrastruktur-Speicherdienste wie Amazon S3 und Microsoft Azure. Eines der häufigsten und frustrierendsten Probleme für Unternehmen ist die gemeinsame Nutzung von Daten über diese konkurrierenden Infrastrukturplattformen hinweg. Snowflake löst dieses Problem, indem es seinen Kunden die nahtlose gemeinsame Nutzung von Daten ermöglicht.

Ebenso sollte das Pay-as-you-go-Zahlungsmodell von Snowflake es wachstumsstarken Unternehmen ermöglichen, ihre Ausgaben für Datenspeicher effektiver zu kontrollieren.

Das Problem ist, dass die Bewertung von Snowflake sogar über die aggressivsten Wachstumsprognosen hinausgeht. Während sich der Umsatz des Unternehmens zwischen dem Geschäftsjahr 2021 und dem Geschäftsjahr 2024 verfünffachen könnte, wird es zum 72-Fachen des Umsatzes im kommenden Jahr und zum 27-Fachen des Umsatzes in drei Jahren bewertet. Auch wenn Software-as-a-Service-Aktien von der Wall Street stets hoch bewertet werden, wächst Snowflake einfach nicht schnell genug. Die Marktkapitalisierung von 80 Milliarden USD ist nur schwer zu rechtfertigen.

Das Unternehmen mag stark sein, aber die Bewertung ist völlig überzogen. Ohne einen signifikanten Kursrückgang sollte man von Snowflake im Jahr 2021 die Finger lassen.

Kraft Heinz

Eine weitere Buffett-Aktie, die im Jahr 2021 gemieden werden sollte, ist das Konsumgüterunternehmen Kraft Heinz (WKN: A14TU4).

Oberflächlich betrachtet hatte Kraft Heinz kein schlechtes Jahr 2020. Es beendete das Jahr mit einem Plus von 8 %, was die Performance des Dow Jones Industrial Average leicht übertraf. Die Pandemie zwang die Menschen, häufiger zu Hause zu essen, was zu einem Anstieg der Ausgaben für die einfach zuzubereitenden Mahlzeiten und Gewürze des Unternehmens führte. In den ersten neun Monaten des Jahres 2020 verzeichnete das Unternehmen ein organisches Wachstum von 6,7 %. Das war auf einen günstigen Produktmix und höhere Preise zurückzuführen.

Während sich das erfreulich anhört, ist die Bilanz von Kraft Heinz ein einziges Chaos. Buffett hat unumwunden zugegeben, dass Heinz im Jahr 2016 für Kraft Foods viel zu viel hingeblättert hat. Selbst nach einer Abschreibung von mehr als 15 Milliarden USD auf eine Reihe von Kernmarken Anfang 2019 schleppt das Unternehmen immer noch fast 33 Milliarden USD an Assets mit sich herum. Die können wohl nie wieder reingeholt werden.

Darüber hinaus lag die Gesamtverschuldung von Kraft Heinz Ende September bei über 28 Milliarden USD, verglichen mit 2,7 Milliarden USD an Barmitteln und Barmitteläquivalenten. Trotz des organischen Umsatzanstiegs dank COVID-19 hat Kraft Heinz nur wenig Kapital, um in seine Marken zu reinvestieren. Das Unternehmen hat versucht, einige seiner nicht zum Kerngeschäft gehörenden Vermögenswerte zu veräußern, um seine Schulden zu reduzieren. Aber man hat nicht viele Interessenten gefunden. Ich habe den Verdacht, dass die Dividende weiter gekürzt werden muss, um Kraft mehr finanziellen Spielraum zu geben.

Und das ist nicht alles: Die Prognosen der Wall Street bis 2023 sehen kein Gewinnwachstum und einen bescheidenen Umsatzrückgang für das Gesamtjahr vor. Es könnte hier also tatsächlich noch einmal schlimmer kommen.

Biogen

Auch den Biotech Blue Chip Biogen (WKN: 789617) sollte man im Jahr 2021 links liegen lassen.

Biogen ist seit Jahren eine Biotech-Aktie, die nicht in den Portfolios fehlen darf. Das führende Multiple-Sklerose-Medikament (MS) des Unternehmens, Tecfidera, ist eine Cash-Cow mit jährlichen Umsätzen in Milliardenhöhe.

Darüber hinaus entwickelt Biogen Aducanumab zur Behandlung von Alzheimer. In den USA sind schätzungsweise 5,8 Millionen Menschen an Alzheimer erkrankt, und es gibt nur wenige Behandlungsmöglichkeiten für diese Patienten. Ein von der Food and Drug Administration (FDA) zugelassenes Alzheimer-Medikament könnte einen jährlichen Spitzenumsatz von mehr als 10 Milliarden USD erzielen.

Das mag alles großartig klingen. Aber ausgerechnet diese beiden größten Bewertungstreiber von Biogen werden die Aktie im Jahr 2021 nach unten ziehen.

Erstens hat Biogen im Juni einen Gerichtsstreit um ein Schlüsselpatent für Tecfidera verloren. Dies erlaubte den Entwicklern von Generika, im August Nachahmerversionen des Medikaments auf den Markt zu bringen. Biogen war bisher davon ausgegangen, dass seine Exklusivität für Tecfidera bis 2028 andauern werde. Da nun billigere Versionen des Medikaments auf den Markt kommen, werden die Umsätze und der Cashflow von Biogen einen deutlichen Einbruch erleiden.

Zweitens sind die Aussichten für Aducanumab, von der FDA zugelassen zu werden, nicht gerade rosig. Im November stimmte ein Gremium aus externen Experten mit überwältigender Mehrheit gegen eine Zulassung des Medikaments. Obwohl die FDA nicht verpflichtet ist, dem Votum des Gremiums zu folgen, beugt sie sich in den meisten Fällen dieser Entscheidung. Alzheimer-Medikamente haben keine gute Zulassungsbilanz. Es sieht immer wahrscheinlicher aus, dass Biogens Behandlung keine Einnahmen generieren wird.

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The Motley besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Berkshire Hathaway, Microsoft und Snowflake Inc und empfiehlt Aktien von Biogen. Sean Williams besitzt Aktien von Amazon. Dieser Artikel erschien am 3.1.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2021