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3 Aktien, die in der Korrektur der Tech-Branche ein Kauf sind

Chris Neiger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 6 Min.

Tech-Investoren haben im letzten Jahr große Gewinne erzielt, aber einige werden mittlerweile etwas unruhig. Bedenken, dass steigende Anleiherenditen und weitere staatliche Stimulierungsmaßnahmen schließlich zu einer Inflation führen könnten, haben einige Investoren verschreckt.

Aber der jüngste Tech-Abverkauf sollte langfristig denkende Investoren nicht beunruhigen. Der Rückgang stellt eine großartige Kaufgelegenheit dar. Jedenfalls wenn man weiß, wo man suchen muss. Wir haben drei Analysten von The Motley Fool nach Tech-Aktien-Tipps gefragt, die jetzt ein Kauf sind. Shopify (WKN: A14TJP), Lemonade (WKN: A2P7Z1) und Okta (WKN: A2DNKR) standen ganz oben auf der Liste. Schauen wir uns doch mal an, was für diese Aktien spricht.

Besser als der Rest der Branche

Danny Vena (Shopify): Bei dem ganzen Wahnsinn am Markt, den wir in den letzten Wochen erlebt haben, ist es schwer zu sagen, ob es sich lediglich um eine Korrektur von Tech-Aktien handelt oder ob wir am Rande eines echten Marktcrashs stehen.

Investoren verkaufen gerade sowohl gute als auch schlechte Unternehmen oder schütten das Kind mit dem Bade aus. Dadurch entstehen einige überzeugende Schnäppchen für Unternehmen aus dem Technologiesektor. Eine Aktie, die Investoren gerade jetzt kaufen sollten, ist Shopify.

Als das E-Commerce-Unternehmen Mitte Februar seine Ergebnisse für das vierte Quartal bekannt gab, zeigten die Zahlen keine Verlangsamung. Der Umsatz von 978 Mio. US-Dollar wuchs im Jahresvergleich um 94 %. Das Bruttowarenvolumen (GMV) – oder der Wert der auf der Plattform verkauften Produkte – stieg um 99 % auf mehr als 41 Mrd. US-Dollar an.

Diese Zahlen wurden durch Abonnementumsätze, die um 53 % stiegen, und Merchandise-Lösungen, die um 117 % zulegten, angetrieben. Gleichzeitig stiegen die monatlich wiederkehrenden Umsätze um 53 % auf 83 Mio. US-Dollar. Grund dafür war die hohe Anzahl von Händlern, die auf die Plattform drängten.

Der zunehmende Leverage des Unternehmens machte sich bemerkbar, denn der Nettogewinn für das Quartal stieg auf 124 Mio. US-Dollar, nach 0,8 Mio. US-Dollar im Vorjahresquartal. Dies führte zu einem Gewinn pro Aktie von 0,99 US-Dollar, gegenüber 0,01 US-Dollar. Dies veranschaulicht, dass, wenn Shopify weiterhin mehr Händler dazugewinnt, größere Anteile des Gewinns in die Gewinnzone fließen können.

Nach der Pandemie könnte sich das Wachstum zwar verlangsamen, es wird aber nicht verschwinden. Das US-Handelsministerium berichtete, dass im vierten Quartal 2020 die Onlineverkäufe im Vergleich zum Vorjahr um 32 % gestiegen sind. Sie machten fast 16 % des gesamten Einzelhandelsumsatzes aus. Jetzt, wo sich die Verbraucher an die Einfachheit und Bequemlichkeit des Onlineshoppings gewöhnt haben, gibt es einfach kein Zurück mehr.

Dank eines Rückgangs von mehr als 23 % gegenüber den jüngsten Höchstständen sieht die Aktie im Vergleich dazu geradezu billig aus. Das gibt Anlegern die Möglichkeit, eine erstklassige Aktie zu einem seltenen Rabatt zu kaufen.

Saures für die Störenfriede

Brian Withers (Lemonade): Lemonade nimmt es mit der etablierten Versicherungsbranche auf. Die Kunden lieben es, dass sie bei Lemonade in weniger als zwei Minuten Angebote für Versicherungsprodukte (Haustier-, Miet- und Hausratversicherungen) erhalten und ein Drittel aller Schäden sofort geregelt werden. Aber Lemonade geht sogar noch weiter, indem es seinen Mitgliedern erlaubt, eine Wohltätigkeitsorganisation auszuwählen, die von den ungenutzten Policen profitiert.

Dieses innovative Modell, das den Kunden in den Mittelpunkt stellt, erobert Marktanteile. Die „In-Force-Prämien“, d. h. die Summe aller am Ende des Berichtszeitraums gültigen Jahresprämien, sind im Jahresvergleich um 87 % gestiegen. Die Zahl der Kunden ist im gleichen Zeitraum um 56 % gestiegen, während die Jahresprämien pro Kunde um 87% zugenommen haben. Auch die Brutto-Schadenquote hat sich verbessert. Selbst die Quartalsvergleiche sind inmitten der noch immer anhaltenden Pandemie stark.

Es scheint, als würde das Unternehmen richtig durchstarten. Warum also liegt die Aktie 50 % unter ihrem Allzeithoch von Anfang des Jahres? Dafür gibt es mehrere Gründe. Erstens wurden Tech-Aktien in den letzten Wochen abverkauft. Zweitens ist der ausgewiesene Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 13 % auf 20,5 Mio. US-Dollar gesunken. Dies mag für Investoren verwirrend sein, aber das Management erklärte, dass aufgrund der Umstellung des Geschäftsmodells zum 1. Juli 2020 auf proportionale Rückversicherung der Umsatz im Jahresvergleich „nicht direkt vergleichbar“ ist. Schließlich könnte der Markt auch von dem Ausblick des Unternehmens enttäuscht gewesen sein. Der lag nämlich etwas unter den Erwartungen der Analysten. Wenn man das alles zusammenzählt, bietet sich hier eine echte Chance zum Kauf.

Alles in allem setzt das Unternehmen seine Strategie gut um: Man gewinnt Kunden, erweitert das Angebot und erobert Marktanteile. Investoren täten gut daran, die Aktie jetzt zu einem vergünstigten Preis zu erwerben. Dann sollte man sie aber auch die nächsten drei bis fünf Jahre (oder länger) zu halten.

Diese Tech-Aktie wächst nach wie vor schnell

Chris Neiger (Okta): Okta, das Unternehmen für Identitäts- und Zugriffsmanagement (IAM), erlebte im Jahr 2020 ein außergewöhnliches Wachstum. Die Investoren schickten den Aktienkurs des Unternehmens im letzten Jahr um 120 % nach oben. Der Aktienkurs ist jedoch kürzlich gefallen, nachdem Okta seine Ergebnisse für das vierte Quartal 2021 vorgelegt hat.

Die Aktie rutschte neulich um etwa 10 % ab, aber der Abverkauf war eine gewisse Überreaktion. Das Unternehmen meldete für das Quartal einen Umsatzanstieg von 40 % gegenüber dem Vorjahr auf 234,7 Mio. US-Dollar. Das ist immer noch ein sehr beeindruckendes Wachstum, die Chance dürfte sogar noch größer sein. Das Management von Okta sagte, dass der Umsatz für das Gesamtjahr 2022 um 30 % steigen wird.

Die Investoren waren zudem nervös, dass Okta gerade 6,5 Mrd. US-Dollar für den Kauf des Cloud-Identitäts-Start-ups Auth0 ausgegeben hat. Aber die Übernahme wird Okta helfen, sein Identitätsmanagementgeschäft auf neue Plattformen und Dienste auszuweiten, die es derzeit nicht erreicht. Es handelt sich zwar um eine große Summe, aber es sollte dem Unternehmen helfen, den IAM-Markt, der 55 Mrd. US-Dollar wert ist, weiter zu erschließen.

Wenn Investoren über die kurzfristige Marktvolatilität hinausblicken, werden sie sehen, dass Okta ein fantastisches Jahr hatte und für weiteres Wachstum im kommenden Jahr gerüstet ist. Darüber hinaus sollte die jüngste Übernahme die Position von Okta im schnell wachsenden IAM-Markt stärken. So sollte man der Konkurrenz weiter enteilen können.

Alles in allem ist der jüngste Kursrückgang der Okta-Aktie für langfristig orientierte Anleger eine gute Gelegenheit, jetzt Aktien zu kaufen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Lemonade, Inc., Okta und Shopify. Brian Withers besitzt Aktien von Lemonade, Inc., Okta und Shopify. Chris Neiger besitzt keine der angegebenen Aktien, Danny Vena besitzt Aktien von Okta und Shopify. Dieser Artikel erschien am 7.3.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2021