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28 entführte Schüler in Nigeria freigelassen

·Lesedauer: 1 Min.
Entführungen von Schülern in Nigeria mehren sich

Im Nordwesten Nigerias sind 28 von bewaffneten Angreifern entführte Schüler freigelassen worden. Die Kinder und Jugendlichen seien seit Samstag wieder bei ihren Eltern, sagte der Direktor der Bethel Baptist High School, aus der Anfang Juli mehr als 120 Schüler verschleppt worden waren. 87 Schüler werden Behörden zufolge immer noch festgehalten, fünf weiteren gelang bereits zuvor die Flucht oder sie wurden freigelassen.

Die Angreifer hatten am 5. Juli das Gebäude in Chikun im nordwestlichen Bundesstaat Kaduna gestürmt und die Schüler aus ihren Schlafsälen entführt. Seit Jahren mehren sich im Norden und Zentrum Nigerias die Angriffe krimineller Banden. Die von den Behörden als "Banditen" bezeichneten Gruppierungen entführen Schulkinder und Studenten, um Lösegeld zu erpressen, und sind auch für Plünderungen und Viehdiebstähle verantwortlich.

Der Angriff auf die Bethel Baptist High School war bereits der vierte dieser Art in Kaduna seit Dezember. Insgesamt wurden in Nigeria in den vergangenen acht Monaten mehr als tausend Schüler und Studenten entführt. Einige von ihnen befinden sich noch immer in der Gewalt ihrer Entführer. Hinzu kamen etliche weitere Angriffe auf Zivilisten.

Die Banden, die sich im riesigen Rugu-Wald organisieren, handeln vornehmlich aus finanziellen Motiven. Es gibt jedoch wachsende Bedenken, dass sie mit Dschihadisten kooperieren könnten. Diese kämpfen seit Jahren für einen islamistischen Staat im Nordosten Nigerias. In dem Konflikt wurden seit 2009 etwa 40.000 Menschen getötet und mehr als zwei Millionen weitere vertrieben.

mkü/lan

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