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25 Jahre nach berühmten Diana-Interview: BBC entschuldigt sich für Täuschung

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 2 Min.

Das TV-Interview mit Prinzessin Diana nach ihrer Trennung von Prinz Charles ist weltberühmt - und kontrovers. Denn wie sich herausstellt, lockte die BBC Lady Di mit Lügen vor die Kamera. 25 Jahre später folgt nun die Entschuldigung.

CANADA - SEPTEMBER 26:  Diana, Princess of Wales during an official visit to Edmonton, Canada  (Photo by Tim Graham Photo Library via Getty Images)
Nach ihrer Trennung von Charles hatte Diana Angst, ausspioniert zu werden - dies machte die BBC sich zu Nutze (Symbolbild: Tim Graham Photo Library via Getty Images)

Es ist eines der berühmtesten Royal-Interviews aller Zeiten: 1995 stand Prinzessin Diana dem BBC-Journalisten Martin Bashir in der Sendung “Panorama” Rede und Antwort und sprach dabei über ihre Erfahrungen mit postpartaler Depression und Bulimie, ihre Trennung von Prinz Charles und welche Rolle Camilla Parker-Bowles - Charles’ spätere zweite Ehefrau - dabei gespielt haben soll. “Wir waren zu dritt in unserer Ehe”, sagte sie in diesem Interview, eines ihrer berühmtesten Zitate.

Weniger bekannt als das Interview ist die Entstehungsgeschichte desselben. Denn um Lady Di vor die Kamera zu bekommen, bediente sich Martin Bashir an einer List und nutzte gefälschte Dokumente.

Martin Bashir interviews Princess Diana in Kensington Palace for the television program Panorama. (Photo by © Pool Photograph/Corbis/Corbis via Getty Images)
Dianas berühmtes "Panorama"-Interview mit Martin Bashir (Bild: Pool Photograph/Corbis/Corbis via Getty Images)

So kam das Interview zustande

25 Jahre nach diesem TV-Auftritt folgt nun eine Entschuldigung seitens der BBC und damit erstmals ein Eingeständnis, dass Bashir und die BBC sich mit gefälschten Dokumenten das Vertrauen der Prinzessin ergaunerten.

Die “Sunday Times” berichtete darüber, dass Bashir sich sowohl Dianas Ängste, vom britischen Geheimdienst ausspioniert zu werden, als auch ihren Bruder Earl Spencer zu Nutze machte, um sich das Interview zu sichern. Drei Monate vor dem Interview habe Bashir Spencer erzählt, dass er Nachforschungen über die Medien anstellte und Beweise habe, dass Spencers ehemaliger Sicherheitschef Informationen über die Familie an Journalisten, die Royals und den MI5 verkaufe.

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Kontoauszüge dienten hierfür als Beweis und schafften genug Vertrauen bei Diana, um sich vor die Kamera locken zu lassen. Diese Auszüge waren jedoch gefälscht.

Offizielle Entschuldigung bei Dianas Bruder

Schon ein Jahr nach dem Interview hatte es eine interne Untersuchung bei der BBC gegeben. Die war damals jedoch zu dem Ergebnis gekommen, dass die von einem BBC-Grafiker erstellten Kontoauszüge nicht dazu geführt hätten, das Interview festzumachen.

Nun weht bei der BBC offenbar ein anderer Wind. Unter dem neuen Intendanten des Senders, Tim Davie, gab der Sender im Oktober erstmals zu, dass die Kontoauszüge gefälscht worden waren, nachdem Spencer der “Sunday Times” von “Fantasie-Geschichten” erzählt hatte, die Bashir ihm aufgetischt hatte. Davie wandte sich in einem persönlichen Brief außerdem direkt an Earl Spencer, um sich für die Angelegenheit zu entschuldigen.

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Weitere Konsequenzen wird die Sache offenbar nicht haben. Die BBC kündigte der “New York Post” zufolge an, dass keine weiteren Nachforschungen geplant sind, aus Mangel an Beweisen und Bashirs Gesundheit - der Journalist ist an Covid-19 erkrankt.

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