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Bis zu 24.000 Euro extra im Monat: So viel verdienen Ärzte an Corona-Impfungen

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Eine Ärztin impft bei einer Impfaktion des Vereins Budokan Maintal einen Jungen mit dem Biontech-Impfstoff für Kinder gegen das Coronavirus.
Eine Ärztin impft bei einer Impfaktion des Vereins Budokan Maintal einen Jungen mit dem Biontech-Impfstoff für Kinder gegen das Coronavirus.

Das Impfen ist der Weg aus der Corona-Pandemie. Für viele Ärzte und Ärztinnen im Land ist es jedoch auch eine Möglichkeit, gutes Geld zu verdienen. 28 Euro zahlt der Staat pro Corona-Impfung an Praxen, am Wochenende und an Feiertagen sogar 36 Euro. Für jeden impfenden Mediziner können im Monat so schnell mal mehrere tausend Euro extra zusammenkommen.

Und das geht so: Etwa 100.000 Arztpraxen beteiligen sich laut Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) aktuell an der Corona-Impfkampagne. In der vergangenen Woche wurden demnach rund 4,5 Millionen Corona-Impfungen von ihnen durchgeführt. Im Schnitt macht das etwa 45 Impfungen pro Praxis pro Woche. Das macht ein Einkommen von mindestens 1260 Euro für eine Woche – mehr, je mehr Impfungen am Wochenende stattfinden. Im Monat kämen bei solchen Impfzahlen durchschnittliche Einnahmen von mindestens 5040 Euro zusammen.

Vergütungen für Corona-Impfungen müssen versteuert werden

Je nach Praxis können die Einnahmen natürlich stark variieren. Eine kleine Praxis, die von einem einzelnen Arzt oder einer einzelnen Ärztin betrieben wird, mag deutlich weniger als 44 Impfstoffdosen pro Woche bestellen. Arztpraxen, die von mehreren Medizinern geführt werden, könnten wiederum ein Vielfaches dieser Summe bestellen und verimpfen.

Zudem handelt es sich bei den staatlichen Vergütungen für die Corona-Impfungen um Brutto-Beträge. Die Arztpraxen müssen diese also versteuern. Gleichzeitig stehen den Einnahmen Ausgaben für Personal- und Arbeitsaufwand sowie Dokumentation gegenüber – wobei den Praxen die Impfutensilien auf Kosten des Staates durch die Apotheken zur Verfügung gestellt werden.

Das bedeutet, dass von den für diese Kalenderwoche errechneten durchschnittlichen Einnahmen von um die 5000 Euro noch Abzüge gemacht werden müssen. Dennoch: Das Geschäft mit den Corona-Impfungen bleibt für die deutschen Arztpraxen hochattraktiv.

Und das im Übrigen vor allem in Impfzentren. Dortige Impf-Ärzte erhalten einen Stundenlohn von rund 150 Euro – bei einer Schicht von acht Stunden käme so ein Tagesbrutto von 1200 Euro zusammen. Bei 20 Arbeitstagen macht das ein Brutto-Monatsgehalt von 24.000 Euro. Zum Vergleich: Das durchschnittliche Brutto-Monatsgehalt in Deutschland liegt bei 3975 Euro.