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200 Millionen Euro für den 10-Minuten-Lieferdienst Flink

·Lesedauer: 2 Min.
Flink: In 10 Minuten sollen die Fahrerinnen und Fahrer Bestellungen abliefern, verspricht das Startup.
Flink: In 10 Minuten sollen die Fahrerinnen und Fahrer Bestellungen abliefern, verspricht das Startup.

Der Berliner Lebensmittel-Bringdienst Flink stockt sein Kapital deutlich auf: Rund 200 Millionen Euro (240 Millionen US-Dollar) kommen von neuen internationalen Investoren. Angeführt wird die Runde von Prosus, einer Tochter des südafrikanischen Naspers-Konzerns, sowie Bond aus San Francisco und Mubadala Capital, dem Staatsfonds von Abu Dhabi.

Bislang hatte Flink sein Kapital hauptsächlich von Target Global, dem Berliner VC Cherry Ventures und dem Londoner Frühphasen-Investor Northzone erhalten. Cherry ist von Beginn an beteiligt, Northzone stieg kurze Zeit später ein. Etwa zehn Millionen Euro hatten die VCs direkt zum Start gegeben, mit Target Global und weiteren Investoren kamen im März noch einmal 43 Millionen Euro zusammen. Flink hat seit der Gründung im Dezember nun insgesamt rund 250 Millionen Euro erhalten, die Firma ist derzeit in 18 deutschen Städten aktiv. Im Ausland gibt es den Flink-Service in den Niederlanden und Paris.

Heftiger Wettbewerb mit Gorillas

Hinter Flink stecken Julian Dames, Christoph Cordes sowie Oliver Merkel – und mit ihnen reichlich Erfahrung. Dames hat das Team des Restaurant-Lieferdienstes Foodora 2015 kurz nach dem Start in der Geschäftsführung verstärkt, den Exit an Delivery Hero begleitet und zuletzt beim japanischen Tech-VC Softbank gearbeitet. Christoph Cordes war fast vier Jahre Chef beim Berliner Möbelhändler Home24, vor etwas mehr als einem Jahr hat er das börsennotierte Unternehmen verlassen. Oliver Merkel, die treibende Kraft hinter Flink, leitete das Berliner Büro von Bain & Company und stieg im Dezember 2020 bei Gorillas ein, als der Berliner Wettbewerber 36 Millionen Euro bekam.

Das Wachstum bei Flink im Wettbewerb mit dem ebenfalls aggressiv expandierenden Gorillas ist beeindruckend: Mit dem Versprechen, mehr als 2.400 verschiedene Produkte in weniger als zehn Minuten an Kunden auszuliefern, rollt Flink nach eigenen Angaben alle zwei Tage einen neuen Standort aus und erreicht bereits mehr als drei Millionen Kunden. Pro Lieferung werden 1,80 Euro verlangt, genau wie bei Gorillas. Allerdings legen die Lieferdienste pro Bestellung ordentlich drauf, wie eine aktuelle Gründerszene-Analyse zeigt.

Strategische Partnerschaft mit Rewe

Ebenfalls bei der aktuellen Runde dabei: die Rewe Group. Mit der deutschen Supermarktkette sei eine strategische Kooperation für den hiesigen Markt vereinbart worden, heißt es von Flink. Genaue Details dazu wurden allerdings noch nicht verraten. Im Umfeld von Flink war zu hören, Rewe werde den 10-Minuten-Bringdienst exklusiv mit Produkten beliefern. Was bedeutet, Flink würde keine weiteren Waren von Großhändlern wie Metro annehmen können.

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