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2. Versuch: Verkaufsstart für das Samsung Galaxy Fold

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: Samsung)

Das neue, revolutionäre Klapp-Smartphone – Galaxy Fold – ist ab sofort im Handel. Den ursprünglich geplanten Marktstart Anfang Mai dieses Jahres zog Samsung aufgrund technischer Probleme zurück. Nun soll das Luxus-Handy überarbeitet und marktreif sein. Infos und Preise im Überblick.

Das war kein guter Start für das neue Klapp-Smartphone. Nachdem Testredaktionen in den USA im April massive Probleme meldeten, zog Samsung den Marktstart für Mai 2019 zurück. Ausgerechnet das lang erwartete, innovative Klapp-Display machte Probleme. Die Bildschirme splitterten oder fielen ganz aus.

Auf Twitter zeigten mehrere Tester unabhängig voneinander Bilder, auf denen die gleichen Probleme mit den Displays zu erkennen waren.

Samsung reagierte sofort und stoppte die Auslieferung. In einem Interview zeigte sich Dong Jin Koh, Boss und Mobile-Verantwortlicher bei Samsung daraufhin reumütig und bekannte, dass man beim Verkaufsstart aus Konkurrenz-Gründen unter Druck gestanden habe: „Ich denke, ich muss zugeben, es kam etwas zu früh. Außerdem gebe ich zu, dass es auch Konkurrenz gab.“

Gemeint ist das Huawei Mate X, ebenfalls ein Klapp-Handy, dessen Release schon mehrfach verschoben wurde und das nach jetzigem Stand nicht vor November dieses Jahres auf den Markt kommen wird.

Nun sollen aber alle Fehler beim Galaxy Fold behoben sein – das neue, revolutionäre Flaggschiff von Samsung ist auf dem Markt.

Auf der IFA 2019 in Berlin durften Besucher kürzlich bereits erstmals Hand anlegen. IT-Profis, wie etwa von Web-Portal Golem, zeigten sich begeistert.


Die wichtigsten Eckdaten und Preis

Revolutionär, superspannend, aber auch superteuer: Das neue Galaxy Fold kostet 2.100 Euro. Zum Verkaufsstart ist es vorerst nur bei ausgewählten Händlern erhältlich oder kann auch bei Samsung direkt geordert werden.

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Für den stolzen Preis bekommen Nutzer ein bisher einzigartiges Design, inklusive 5G-Unterstützung. Im zugeklappten Zustand misst das Smartphone der Luxusklasse knapp 17 x 63 Zentimeter, ist 17,1 Millimeter dick und bringt es auf ein Gewicht von 276 Gramm. Das Gerät ist in den beiden Farben „Cosmos Black“, „Black Silver“ „Martian Green“ und „Astro Blue“ erhältlich.

Im geschlossenen Zustand steht dem Nutzer ein kleiner OLED-Bildschirm (4,6 Zoll) auf der Vorderseite zur Verfügung.

Geöffnet offenbart das Fold seine wahre Größe. Im Innern befinden sich zwei Bildschirme (Auflösung 2.152 x 1.536 Pixeln), die es zusammen auf eine Bildschirmdiagonale von mehr als 18,5 Zentimeter (7,3 Zoll) bringen. Der Hauptbildschirm ist laut Samsung Multi-Active-Window-fähig und erlaubt es somit, mehrere Anwendungen gleichzeitig zu öffnen. So können Nutzer beispielsweise auf der rechten Seite lesen, während links Anwendungen wie Google Maps oder der E-Mail-Eingang geöffnet sind.

Damit auch alles gleichzeitig schnell klappen soll, wurden der schnelle Snapdragon-855-Chip von Qualcomm sowie satte 12 Gigabyte Arbeitsspeicher verbaut.

Auch beim internen Speicher gibt es mit 512 Gigabyte wenig zu meckern, er kann allerdings nicht durch eine microSD-Karte erweitert werden.

Ein besonderes Highlight ist auch das Kamerasystem des neuen Klapp-Smartphones. Während andere Handys der Spitzenklasse derzeit mit maximal drei oder vier Kameras ausgestattet sind, bringt es das Galaxy Fold auf sechs Kameras.

Die Triple-Hauptkamera auf der Geräterückseite ist mit 12 Megapixeln ausgestattet, zusätzlich stehen eine Ultraweitwinkel-Linse mit 16 Megapixeln und eine Teleobjektiv mit Zweifach-Zoom und 12 Megapixeln zur Verfügung. Auf der Vorderseite ist darüber hinaus im zugeklappten Zustand eine 10 Megapixel-Kamera nutzbar. Aufgeklappt hat das Fold zudem eine Kamera mit 10 Megapixeln zu bieten, die von einer weiteren 8-Megapixel-Kamera für den Unschärfe-Effekt im Hintergrund unterstützt wird.

Übrigens: Nach den Startschwierigkeiten mit Scharnieren und Display im April soll das Galaxy Fold laut Samsung nun mehr als 200.000 Knicke überstehen. Ob und wie gut das klappt, wird die Praxis zeigen.

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