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2 Gründe, warum die Nel-Aktie gerade stärker korrigiert!

Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
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Die meisten Anleger kaufen genau dann Aktien, wenn sie bereits stark gestiegen sind. Doch welches Potenzial besitzen sie dann noch? Meist nur wenig. Die Nel (WKN: A0B733)-Aktie ist dafür ein gutes Beispiel. Wer sie zu Beginn der Entwicklung 2017 oder 2018 gekauft hat, liegt heute immer noch weit im Plus. Doch Anleger, die erst kürzlich aufgesprungen sind, haben zumindest kurzfristig das Nachsehen.

Warren Buffett ist kein Fan dieser Taktik, denn es ist ganz klar: Je höher eine Aktie steigt, muss sich seiner Meinung nach „ein immer noch dümmerer Anleger finden, der sie einem wieder abkauft“. Value Investing ist aus der Mode geraten. Doch selbst bei Wachstumswerten oder jungen Unternehmen, die noch keine Gewinne erzielen, wie es bis zuletzt bei Tesla (WKN: A1CX3T) der Fall war, ist die Bewertung essenziell.

Doch warum korrigiert die Nel-Aktie derzeit und wie schlimm könnte es noch kommen?

1) Nikola-Problematik trifft auch Nel

Wie Motley Fool bereits ausführlich berichtet hat, ist Nikola (WKN: A2P4A9)-Gründer Trevor Milton in den letzten Tagen zurückgetreten. Er hatte sein Unternehmen (kurz zusammengefasst) übertrieben gut dargestellt, wodurch es auch bei der Nikola-Aktie zu einer Art Blase kam. Dennoch konnte der zukünftige Elektro- und Wasserstoff-Lkw-Hersteller schon viele gute Partnerschaften, wie mit General Motors (WKN: A1C9CM), abschließen.

Aber warum wirkt sich diese Meldung negativ auf Nel aus? Nikola hat in den USA den Aufbau eines großen Wasserstoff-Tankstellen-Netzwerkes geplant und dafür mit Nel eine enge Kooperation vereinbart. Zudem hatte das Unternehmen bereits einen ersten Elektrolyseur-Auftrag im Wert von 30 Mio. US-Dollar an Nel vergeben.

Für die norwegische Firma stellt diese Bestellung einen Großauftrag dar, dessen Ausfall kurzfristig stärker belasten könnte. Doch bisher ist dies nicht der Fall. Trevor Miltons Nachfolger Stephen Girsky wird zwar die Ermittlungen der Börsenaufsicht abwarten müssen, möchte aber Nikolas eingeschlagenen Weg weiter fortsetzen. Am Ende wird alles vom Ausgang der Ermittlungen abhängen, wie stark Nel in Mitleidenschaft gezogen wird.

Die Nikola-Kooperation war ein Grund, warum Nel in Norwegen eine weitere Elektrolyseur-Fabrik baut. Dennoch sollte selbst im schlimmsten Fall der weltweit steigende Bedarf Nels Produktionsauslastung auch über andere Auftraggeber möglich machen.

Ein weiterer Belastungsfaktor ist Nels Nikola-Beteiligung in Form von 1,1 Mio. Aktien, die bis Ende November 2020 nicht verkauft werden darf.

Niemand kann den Ausgang der Nikola-Ermittlungen vorhersehen, sodass alle Schlussfolgerungen Spekulation sind. Im schlimmsten Fall müsste Nel zwar kurzfristig einen Rückschlag verkraften, sollte sich langfristig aber dennoch weiterentwickeln können.

2) Nels hohe Aktienbewertung

Ein zweiter Grund, warum die Nel-Aktie derzeit stärker korrigiert und dies sogar absehbar war, ist der übertriebene Kursanstieg. Immer wenn sich Aktienkurse von den Fundamentaldaten abkoppeln, entsteht eine Blase, die früher oder später platzen muss. So ist es derzeit bei Nel und weiteren Wasserstoffwerten. Selbst der gesamte amerikanische Aktienmarkt ist derzeit überbewertet.

Die Folge ist, dass der Kurs auf den Boden der Fundamentaldaten zurücksetzen muss. Die Nel-Aktie war seit 2014 in der Spitze bereits über 3.140 % gestiegen. Die Bilanzsumme hat sich seitdem nur um etwa 1.335 % verbessert. Hinzu kommt, dass Nels Umsatz aufgrund der Krise in diesem Jahr wahrscheinlich kaum steigen wird.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Tesla.

Motley Fool Deutschland 2020