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2 Gründe, warum ich jetzt nicht auf ETFs setzen würde, um mir ein passives Einkommen aufzubauen!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.
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Ein passives Einkommen aufzubauen kann auf vielen verschiedenen Wegen funktionieren. Der geläufigste dürfte dabei das Investieren in Dividendenaktien sein. Die direkten Auszahlungen ermöglichen es Foolishen Investoren sehr unmittelbar, an passives Einkommen heranzukommen.

Aber auch mit ETFs ist der Aufbau eines passiven Einkommens möglich. Trotzdem würde ich gerade jetzt auf diese Variante verzichten, obwohl Dividenden und Entsparraten vom Grundsatz her spannend sein könnten. Warum? Das erfährst du, wenn du weiterliest.

ETFs & passives Einkommen: Das Problem der Bewertung

Wer jetzt passives Einkommen mit ETFs aufbauen möchte, der wird womöglich an Entsparraten denken. Ein grundsätzlich sinnvoller Ansatz. Die 4-%-Regel beziehungsweise die Abwandlung hin zur 4,5-%-Regel zeigt, dass dieser Weg bestreitbar ist.

Wo ist dann also das Problem? Vereinfacht ausgedrückt: Ich sehe zumindest für ein direktes passives Einkommen wenig Potenzial. Viele globale Märkte befinden sich entweder auf ihrem Rekordhoch oder in unmittelbarer Nähe dazu. Das zeigt, dass das kurz- und mittelfristige Potenzial möglicherweise aufgebraucht sein könnte. Sollte eine Korrektur oder ein Crash einsetzen, so entspart man als Investor zu einem eher ungünstigen Zeitpunkt.

Wer langfristig orientiert ein passives Einkommen aufbauen möchte, beispielsweise in zehn, 15 oder 20 Jahren, der kann diesen Weg natürlich bestreiten. Trotzdem glaube ich insgesamt, dass ein selektiver Ansatz anstatt einer marktbreiten Kompromisslösung bessere Optionen beinhaltet. Selbst wenn das vielleicht mit einem Quäntchen mehr Arbeit verbunden ist.

Auch die Dividenden sind nicht der Hit!

Ein zweiter Grund, der gegenwärtig möglicherweise gegen ETFs zum Aufbau eines passiven Einkommens spricht, sind die unmittelbaren Dividenden. Beziehungsweise die Dividendenrenditen, die viele breite Märkte ihren Investoren derzeit ermöglichen. Der S&P 500 und der MSCI World kommen so beispielsweise auf Ausschüttungsrenditen von unter 2 %. Der DAX liegt lediglich knapp darüber, wobei es hier ebenfalls einige Kürzungen gegeben hat. Das könnte einfach zu wenig sein, die Bewertungen sind, wie gesagt, vergleichsweise hoch.

Was ist mit speziellen Dividenden-ETFs? Natürlich können hier Alternativen für passives Einkommen vorhanden sein. Jedoch müssen Foolishe ETF-Investoren auch hier vorsichtig und selektiv agieren. Viele dieser Exoten sind besonders zyklisch oder auf hohe Dividendenrenditen mit Risiken konzentriert. Das kann auch in die Hose gehen.

Auch die Dividendenmöglichkeiten bei marktbreiten ETFs oder bei Spezial-ETFs sind daher wenig attraktiv und können, wenn überhaupt, selektiv geborgen werden.

Passives Einkommen? Nicht mit ETFs … im Moment!

Vieles spricht für mich dafür, dass man sich als Investor ein passives Einkommen nicht mit ETFs aufbauen sollte. Die Bewertungen sind einfach zu hoch. Ein selektiver Ansatz kann bessere Resultate erzielen. Wobei die finale Entscheidung, welchen Weg du gehen möchtest, natürlich im Endeffekt bei dir liegt.

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