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2 Dinge, die ich bei der BASF-Aktie 2021 beobachten werde!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.
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Das neue Börsenjahr 2021 nähert sich mit großen Schritten. Auch wenn die Weihnachtsmärkte in diesem Jahr als offensichtlicher Reminder für den Jahreswechsel ausfallen, so befinden wir uns bereits am Anfang des Monats Dezember. Wahnsinn! Wobei viele vermutlich froh sind, wenn 2020 vorbei ist.

Vielleicht auch die BASF-Aktie (WKN: BASF11)? In diesem Börsenjahr konnte der DAX-Chemiekonzern jedenfalls nicht unbedingt seine operative Stärke ausspielen. Als Zykliker litt das Geschäft sowieso. Auch ein Lockdown belastete BASF.

Wie auch immer: Getreu dem Motto „Augen nach vorne“ möchte ich heute mit dir teilen, welche zwei Aspekte ich im kommenden Jahr bei der BASF-Aktie beobachten werde.

BASF-Aktie: Operativer Turnaround?

Unternehmensorientiert dürfte es eigentlich bloß eine Sache geben, die wichtig wird bei der BASF-Aktie: Nämlich der operative Turnaround. In den ersten neun Monaten sank der Umsatz beispielsweise um 3 % auf 43,24 Mrd. Euro. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit lag innerhalb dieses Zeitraums bei einem Verlust von ca. 1,12 Mrd. Euro. Und selbst das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 4,54 Mrd. Euro ca. 31 % unter dem Vorjahresniveau. Das zeigt zwar, dass Abschreibungen einen wesentlichen Anteil an den Verlusten hatten. Aber auch, dass das operative Geschäft insgesamt rückläufig gewesen ist.

Mit einem Ergebnis je Aktie von -2,30 Euro ist BASF sogar in die roten Zahlen gerutscht. Auf bereinigter Basis liegt der Wert hingegen bei 2,11 Euro und damit immerhin 37 % unter dem Vorjahreswert. Ein wirklich durchwachsenes Geschäftsjahr, das der DAX-Chemiekonzern hier präsentiert hat.

Wofür es jedoch offensichtliche Gründe wie COVID-19 gegeben hat. Das könnte positivere Aussichten implizieren. Insbesondere, wenn das Tal der Tränen in diesem Jahr durchschritten ist, es keinen weiteren Lockdown gibt und sich die Gesamtwirtschaft durch einen nahenden Impfstoff erholen könnte. Das könnte ein insgesamt besseres Marktumfeld für BASF als Chemiekonzern schaffen.

Was wird aus der Dividende?

Eine zweite Frage, die zudem im Kontext der nächsten Dividendensaison relevant wird und außerdem eine Ausprägung des durchwachsenen Zahlenwerks sein könnte, ist die der Dividende. Wird die BASF-Aktie erneut eine zumindest konstante oder sogar um zehn Cent höhere Ausschüttung zahlen? Dazu gibt es grundsätzlich mehr als eine These.

So mancher Marktbeobachter rechnet weiterhin mit einer Fortführung der Dividendenpolitik. Auf der Internetseite stehen die entsprechenden Richtlinien noch immer. Allerdings: Das Management hat sich zuletzt zumindest ein Quäntchen weniger zuversichtlich geäußert. Eigentlich stehe man zur Dividendenpolitik. Allerdings könne eine Anpassung erforderlich werden, wenn sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Aussichten eintrüben würden, so sinngemäß CEO Brudermüller. Eine Entscheidung falle jedoch erst im Februar des nächsten Jahres, wenn die Gesamtjahreszahlen mit dem freien Cashflow vorlägen.

Die Ergebniszahlen zeigen, dass die Dividende möglicherweise nicht leistbar sein wird. Es könnte daher eine Abwägung zwischen der Dividendenpolitik und der operativen Stärke in 2020 stattfinden. Wobei das Ende in meinen Augen zumindest offener ist, als es so manchem Investor derzeit scheint.

BASF-Aktie: Besserung im Jahr 2021?

Keine Frage: Der BASF-Aktie dürfte daher operativ eine bessere Zeit im Jahr 2021 bevorstehen. COVID-19 könnte immer weiter ausgeklammert werden. Ein operativer Turnaround scheint möglich. Trotzdem könnte das Geschäftsjahr 2020 Spuren hinterlassen. Beispielsweise bei der Dividende. Entsprechend ist das ein Aspekt, den ich in den nächsten Wochen und Monaten ebenfalls genauer unter die Lupe nehmen werde.

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Vincent besitzt Aktien von BASF. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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