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177 Millionen für Everphone, das Handys an Firmen wie Gorillas vermietet

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Jan Dzulko will mit dem Geld aus der Series-C-Finanzierungsrunde seine Geräte nun auch im Ausland vermieten.
Jan Dzulko will mit dem Geld aus der Series-C-Finanzierungsrunde seine Geräte nun auch im Ausland vermieten.

„Ich bin stolz, glücklich und erschöpft“, teilt Jan Dzulko seiner Linkedin-Community mit. Der Grund: Sein Handy-Startup Everphone hat im Rahmen einer Series-C-Finanzierungsrunde rund 177 Millionen Euro (200 Millionen US-Dollar) eingesammelt. Angeführt wird die Runde vom Münchner Growth Private Equity Investor Cadence Growth Capital. Weitere Investoren, darunter die Deutsche Telekom, Signals Venture aus Berlin sowie der US-VC Alleycorp gehen in der Runde als Bestandsinvestoren mit. Auffällig ist, dass ein Großteil der Finanzierung aus Deutschland stammt – ein seltenes Ereignis.

Hierzulande schreiben nach wie vor die internationalen Investoren die großen Schecks. Prominente Business Angels wie etwa der Check24-Gründer Henrich Blase und Kevin Ryan, CEO des Altgesellschafters Alleycorp sowie Mitgründer von Business Insider, investieren ebenfalls. Mit der Finanzspritze aus dieser Runde will das Berliner Startup unter anderem die Expansion in Europa und in den USA vorantreiben.

Everphone vermietet Smartphones und Tablets an Unternehmen und ihre Mitarbeiter. Darüber hinaus kümmert sich die Berliner Firma um die Verwaltung und Reparatur der mobilen Endgeräte. So bietet Everphone seinen Kunden etwa einen 24-Stunden-Austausch-Service an. Um CO2 zu sparen, werden die Geräte nach den ersten zwei Jahren aufbereitet und weitervermietet. Laut Unternehmensangaben verwaltet Everphone über 100.000 Geräte von Herstellern wie Apple, Samsung, Nokia, Google und Fairphone.

Everphone wird von prominenten Firmen genutzt

Das Berliner Startup wurde 2016 vom ehemaligen Check24-Vorstand Dzulko gegründet. Zuvor baute er 2003 das Software-Unternehmen Pecumax auf, welches er 2008 an Check24 verkaufte. Im Juli 2020 sammelte seine Firma Everphone im Rahmen einer Series-B-Finanzierungsrunde 34 Millionen Euro ein. Die Runde wurde damals vom Berliner Risikokapitalgeber Signals Venture angeführt. Heute betreuen die über 170 Mitarbeiter des Startups rund 1000 Geschäftskunden. Darunter etwa die Bank of Scotland, Henkel, den Zehn-Minuten-Lieferdienst Gorillas sowie der Roller-Verleiher Tier Mobility.

Hinweis: Axel Springer ist Gesellschafter der Business Insider Deutschland GmbH, dem Medienhaus von Gründerszene. Weitere Informationen zu Business Insider findet ihr hier: www.businessinsider.de/informationen/impressum

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