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Warum sind es 16 Stunden beim Intervallfasten? Ein Forscher erklärt den simplen Grund

·Lesedauer: 3 Min.
Intervallfasten, 16:8, Diät
Intervallfasten, 16:8, Diät

In den letzten Jahren hat sich das Fasten als beliebte Methode etabliert, um lästige Wohlstands-Fettpolster loszuwerden. Allerdings nicht das klassische Heilfasten, bei dem man mehrere Tage am Stück hungert, sondern das Intervallfasten. Das bedeutet, Essensperioden und Fastenperioden wechseln sich innerhalb einer Woche oder innerhalb eines einzigen Tages ab. Besonders populär ist das 16:8-Fasten. Dabei darf in einem Zeitfenster von nur acht Stunden gegessen werden. Anschließend wird 16 Stunden lang gefastet. Doch warum sollen es genau 16 Stunden sein? Warum nicht 15 oder 14? Dafür gibt es eine überraschend einfache und witzige Erklärung, wie der renommierte Forscher Dr. Satchin Panda dem Fitnessportal „Fitbook“ verriet.

Es fing mit einer Studie an Mäusen an

Im Jahr 2012 erschien eine bemerkenswerte Studie, die über die gesundheitlichen Vorteile von zeitlich begrenzter Fütterung bei Mäusen berichtete. Dabei wurden die Mäuse nur in einem Zeitfenster von acht Stunden gefüttert und mussten anschließend 16 Stunden fasten. Das Erstaunliche an der Studie: Obwohl die Mäuse innerhalb von acht Stunden genauso viele Kalorien aufnahmen wie die Vergleichsgruppe innerhalb von 24 Stunden, hatten die fastenden Mäuse durchweg bessere Gesundheitswerte. Das 16:8-Fasten verbesserte nicht nur die Nährstoffverwertung und den Energieverbrauch, sondern schützte sogar vor Fettleibigkeit, Leberverfettung und Entzündungen.

Wie die Forscher auf das 16-Stunden-Fasten kamen

Einer der beteiligten Wissenschaftler an der Fasten-Studie mit Mäusen ist der Chronobiologe Dr. Satchin Panda. Er forscht am Salk Institute for Biological Studies in Kalifornien zum Thema „zirkadianer Rhythmus“. Diese innere Uhr bestimmt bei jedem Menschen, wann wir zum Beispiel essen oder schlafen. Im Gespräch mit „Fitbook“ verriet der Forscher: „Das mit dem 16-Stunden-Fastenfenster kommt ursprünglich aus unserem Labor“. Der Grund für das achtstündige Essensfenster sei „lustig“ gewesen, wie Satchin Panda erzählt. „Es hatte keine empirische Basis.“ Der Grund sei der ebenfalls an der Studie beteiligte deutsche Doktorand Christopher Vollmers gewesen. „Christopher hatte eine neue Freundin. Und diese Freundin hatte die Bedingung gestellt, dass er nicht länger als neun Stunden im Labor verbringen dürfe.“ Das sei der wahre Grund dafür gewesen, warum man die Mäuse nur acht Stunden essen ließ.

Die Freundin des Doktoranden war also der Grund dafür, dass die Mäuse nach „Bürozeiten“ nichts mehr zu fressen bekamen? „Fitbook“ fragte bei Christopher Vollmers, inzwischen Associate Professor an der UC Santa Cruz, nach, ob die Darstellung von Dr. Satchin Panda stimmt. „Ich kann bestätigen, dass Satchin denkt, dass das die Wahrheit ist!“, gibt Vollmers zu. „Satchin ist ein sehr anspruchsvoller Chef. Es war viel einfacher ihm zu sagen, dass meine damalige Freundin (und jetzige Frau Dr. Apple Cortez Vollmers) diese Bedingung gestellt hatte, als ihm die Wahrheit zu sagen: Ich wollte viel lieber Zeit mit Apple verbringen als mit Labormäusen.“

Da die Untersuchungen der Mäuse nach deren Fasten- bzw. in deren Fütterungszeit und somit während der Arbeitszeit der Forscher lag, beschränkte man das Essensfenster auf acht Stunden. Zudem wurde das Essen so reguliert, dass die Mäuse in Käfige mit nur Wasser (während des Fastens) und mit Wasser und Futter gesetzt wurden.

12 Stunden ohne Essen sind ein guter Anfang

Obwohl also der wahre Grund für das 16-Stunden-Fasten nicht wissenschaftlicher Natur ist, haben die Forscher dadurch viele gesunde Aspekte des Intervallfastens aufzeigen können – zumindest an Mäusen. Die positiven Effekte treten übrigens schon beim zwölfstündigen Fasten in Erscheinung, verstärken sich aber, je kürzer das Essensfenster pro Tag ist. So können Einsteiger versuchen, beispielsweise zwischen 20 Uhr abends und 8 Uhr morgens zu fasten. Nachdem man sich daran gewöhnt hat, kann man peu à peu das Fastenfenster auf bis zu 16 Stunden ausweiten.

Die positiven Aspekte des 16:8-Fastens (an Mäusen)

  • reduziert Fettmasse (bei Erhalt der Muskelmasse)

  • beugt einer Fettleber vor

  • reduziert das schlechte LDL-Cholesterin

  • senkt den Blutdruck

  • verbessert die Herzgesundheit, verringert Herzrhythmusstörungen

  • verbessert die Ausdauer

  • kann sogar ungesundes Essen kompensieren

Mehr zu dem Thema erfahren Sie in dem dreiteiligen Fitbook-Interview mit dem Forscher Satchin Panda.

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