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10.000 € in den IPO von Plug Power investiert – so viel hättest du jetzt!

Stefan Naerger, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 4 Min.
Plug Power
Plug Power

Die Aktie von Plug Power (WKN: A1JA81) ist meine Top-Aktie für das Jahr 2021. Die explosionsartige Kursentwicklung der letzten Wochen ist eine gute Bestätigung für meine Wahl. Doch ein wenig mehr Zeit hätte sich der Wasserstoffspezialist schon noch lassen können.

Auf Sicht von einem Monat verteuerte sich die Plug-Power-Aktie um 75 % (Stand für diese Zahl und alle weiteren Zahlen: 25.01.2021). Viele fragen sich, ob das noch gesund ist.

Zu Recht! Denn wer sich diese Wasserstoff-Perle vom Zeitpunkt ihres IPO (Börsengang) an ansieht, dürfte schnell skeptisch werden.

So teuer war die Plug-Power-Aktie am ersten Tag

Hätte, hätte, Fahrradkette! Hätte man direkt zum Börsengang 10.000 Euro in die Aktien von Microsoft, Amazon und Alphabet investiert, wäre man jetzt unendlich reich. Wohlgemerkt sind das allesamt Aktien, die es vor meiner Geburt noch nicht gegeben hat. Eine Kaufchance direkt zum IPO hätte für mich und viele andere demnach – rein theoretisch – bestanden.

Auch die Aktie von Plug Power ist vergleichsweise jung. 1997 wurde das Unternehmen im US-Bundesstaat New York gegründet. Das erste Produkt: Gabelstapler. Für Kunden wie Nike, BMW und Wal-Mart.

Der Zeitpunkt des Börsengangs wurde eher ungünstig gewählt. Im Oktober 1999 warf man die Aktie für 160 US-Dollar pro Stück auf den Markt. Mitten im New-Economy-Fieber.

Plug-Power-Kenner werden sich jetzt vermutlich erschrecken. 160 US-Dollar? Derzeit ist die Plug-Power-Aktie rund 67 US-Dollar wert. Nicht mal die Hälfte vom Ausgabepreis.

Doch damit nicht genug. Im Zuge der Dotcom-Euphorie kletterte der Kurs bis zum Oktober 2000 auf sagenhafte 1.498 US-Dollar. Von dort an ging es erst schwungvoll abwärts und dann lange seitwärts. Im Jahr 2008 fiel die Plug-Power-Aktie sogar auf unter 10 US-Dollar.

Vom Renditegrab zur Top-Aktie

Wer zum Börsengang 10.000 Euro in die Plug-Power-Aktie investiert hätte, wäre heute – mehr als 20 Jahre später – noch immer im roten Bereich. Inklusive jahrelanger Schlingerfahrt in unruhigen Gewässern.

Rund 4.100 Euro wäre die Investition heute noch wert. Ein Albtraum für langfristige Investoren!

Die Lektion ist klar: Auch langfristiges Investieren schützt nicht vor Fehlgriffen. Es ist bei Weitem nicht so, dass man praktisch jede Aktie kaufen kann und dann einfach nur genügend Zeit mitbringen muss. Erst recht nicht, wenn man eine Aktie direkt zum Börsengang erwirbt.

Dabei ist Plug Power aus meiner Sicht keineswegs ein typischer New-Economy-Deal ohne Substanz. Wenn der Markt verrückt spielt, kann die Aktie am wenigsten etwas dafür. Letztendlich ist es immer der Investor, der entscheiden muss, ob das Unternehmen zum aktuellen Preis ein Kauf ist oder nicht.

Investoren mit besseren Analysefähigkeiten treffen bessere Entscheidungen. Der Kauf der Plug-Power-Aktie vor etwas über einem Monat dürfte aus meiner Sicht zu den besseren Entscheidungen zählen.

Jede Aktie hat eine zweite Chance verdient

Ein Unternehmen ist kein Gemälde, das man sich an die Wand hängt. Kein Edelstein, den man in den Tresor legt.

Jedes Unternehmen hat seine eigene Geschichte und seinen höchstpersönlichen Werdegang. Manche starten unterbewertet, manche überbewertet. Manche entwickeln sich zu halbtoten Zombies, manche entdecken erst nach vielen Jahrzehnten ihre Kernkompetenz.

Die Plug-Power-Aktie hat eine abenteuerliche Reise hinter sich. Doch für das Unternehmen könnte jetzt die Zeit gekommen sein. Der Wasserstoff-Hype lebt. Erst recht mit einem US-Präsidenten Joe Biden, für den der Klimaschutz ganz oben auf die Agenda steht.

Wasserstoffexperten könnten sich einige saftige Stücke vom Klimaschutzkuchen abschneiden. Rein zufällig ist Plug Power bestens für diesen Trend gewappnet.

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Stefan Naerger besitzt keine der erwähnten Aktien. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Teresa Kersten arbeitet für LinkedIn und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. LinkedIn gehört zu Microsoft. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A-Aktien & C-Aktien), Amazon, Microsoft und Nike. The Motley Fool empfiehlt BMW sowie die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon.

Motley Fool Deutschland 2021