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1 längst vergessene Aktien-Perle, die gerade durchstartet!?

Ein Flugzeug einer unbekannten Airline steht auf einem Flughafen
Ein Flugzeug einer unbekannten Airline steht auf einem Flughafen

Airlines gehören nicht zu den Top-Favoriten vieler Anleger. Das Geschäftsmodell an und für sich ist schon etwas schwierig. Schließlich kann jeder eine eigene Airline gründen, der nur genug Geld mitbringt. 

Auch der ehemalige Rennfahrer Niki Lauda gründete mehrere. So erfolgreich im Airline-Business wie der Österreicher waren dabei nicht alle.

Selbst der Alt-Meister des Value-Investing, Warren Buffett, hat großen Respekt vor der Branche. Schließlich gilt hier das Motto: Wer zum Millionär werden möchte, der sollte sich als Milliardär eine Airline kaufen.

Auch Warren Buffett investierte in Airlines

Ganz so schlecht sahen die Perspektiven der Branche für Investoren nicht immer aus. So kaufte selbst das Orakel von Omaha seit 2016 Beteiligungen an den vier großen amerikanischen Airlines im Wert von 7 bis 8 Mrd. US-Dollar. Im Jahr 2020 zog er jedoch einen Schlussstrich mit einem herben Verlust. 

Das Investment war an und für sich gut durchdacht, jedoch wurde es durch die Corona-Pandemie unerwartet ausgebremst. Keine andere Branche litt stärker unter den damals vorherrschenden Kontakt- und Reisebeschränkungen. Zur Verteidigung: Niemand hätte mit dieser Entwicklung rechnen können.

Mittlerweile scheinen sich die Airlines wieder ein wenig zu erholen. So erkennt man bei dem deutschen Marktführer Lufthansa (WKN: 823212) seit Oktober 2022 einen kontinuierlichen Anstieg des Aktienkurses. Auch der Billigflieger Ryanair (WKN: A1401Z) aus Irland scheint seit dem Jahreswechsel immer mehr Anleger zu überzeugen.

Vorabquartalszahlen von Ryanair

Nun erhöhte das irische Unternehmen mit überzeugenden Quartalszahlen den Ausblick für das Geschäftsjahr 2023. Werfen wir mal einen kurzen Blick auf diese Aktie, um zu verstehen, welche Potenziale noch vorhanden sein könnten.

Das zum Jahreswechsel (31.12.22) abgeschlossene dritte Quartal 2023 zeichnete sich durch einen Nachsteuergewinn von fast 200 Mio. Euro aus.

Besonders erfreulich war dabei, dass ein starker Nachholbedarf bei Reisen während der Ferienzeit existierte – das erste Mal übrigens seit drei Jahren, ohne dass nachteilige Auswirkungen durch die Corona-Pandemie oder den Krieg in der Ukraine auftraten. Der starke Reiseverkehr zu Weihnachten und Neujahr führte zudem zu einer guten Auslastung und besser als erwarteten Flugpreisen.

Trotz des guten Momentums erwartet Ryanair, im Gesamtjahr 2023 – unverändert – 168 Millionen Reisende zu befördern. Jedoch wurde die Ergebnisprognose nach oben korrigiert. Demnach erwarten die Iren nun ein Nachsteuerergebnis in einer Spanne zwischen 1,325 und 1,425 Mrd. Euro. Zuvor lag die Spanne zwischen 1,0 und 1,2 Mrd. Euro.

Auch wenn die Prognose nach wie vor starken Unsicherheiten – aufgrund von Corona, Inflation und Ukraine-Krieg – unterliegt, so dürfte sie ein erster Hinweis auf Optimismus sein. Genauere Zahlen zum dritten Quartal 2023 werden am 30. Januar 2023 veröffentlicht. Bis dahin heißt es erst mal abwarten. 

Aus heutiger Sicht dürfte die Corona-Pandemie damit vorerst abgehakt sein. Durchaus realistisch könnte sein, dass Ryanair nun wieder zum alten Wachstumspfad zurückkehrt und neue Rekorde bei Umsatz und Ergebnis schreibt.

Bei Airlines sollte man jedoch äußerst vorsichtig mit Prognosen sein, denn ihr Geschäftsmodell unterliegt zahlreichen dynamischen Variablen, die die Gewinne temporär stark beeinflussen können.

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Frank Seehawer besitzt keine der erwähnten Aktien. Aktienwelt360 besitzt oder empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2023