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1 Euro jeden Tag sparen vs. 1 Euro in einen ETF investieren: So gigantisch ist der Unterschied bis zur Rente!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 3 Min.

Sparen und investieren sind zwei Begriffe, die viele Foolishe Investoren häufig synonym verwenden. Allerdings hören einige Sparer beim Sparen auf und investieren nicht. Ein möglicherweise sehr teurer Fehler in Anbetracht von Inflation, Altersarmut, Rente oder auch einfach der entgangenen Rendite.

Um das zu verdeutlichen, lass uns heute einen sehr spannenden Vergleich betrachten: Nämlich den, was passieren würde, wenn man fiktiv seit der Geburt bis zum 67. Lebensjahr bloß einen Euro spart. Beziehungsweise einen Euro bis zum Renteneintritt in einen ETF investiert.

Wie wir gleich sehen werden, ist der Unterschied bedeutend, ja, sogar sehr: Die Differenz zwischen einem Ruhestand in Saus und Braus und einer Sozialhilfe-Rente könnte sich bei diesem Rechenbeispiel verdeutlichen.

Bis zur Rente: 1 Euro sparen, 1 Euro investieren!

Zunächst müssen wir allerdings ein wenig herumrechnen. Um es relativ einfach zu halten, bleiben wir bei der Monatsbasis, was es insbesondere für die ETF-Sparpläne erleichtern wird. Dadurch gehen wir von einem glatten Monat mit 30 Tagen und damit 360 Tagen im Jahr aus. Oder dem berühmt-berüchtigten Banker-Jahr.

Wie auch immer: Bis zum 67. Lebensjahr werden seit der Geburt unter diesen Prämissen 24.120 Tage vergehen. Eine zugegebenermaßen sehr weihnachtliche Zahl (das ist Zufall!). Die jedoch direkt zeigt: Wer jeden Tag bloß einen Euro über diesen Zeitraum spart, der wird mit 67 Jahren auf einem Vermögen von 24.120 Euro sitzen. Schlecht ist das mit Sicherheit nicht. Es wäre jedoch bedeutend mehr möglich gewesen.

Wenn wir von einer durchschnittlichen ETF-Rendite von 7 % pro Jahr ausgehen, was historisch sogar eher konservativ ist, läge der Wert, den man mit monatlichen ETF-Sparplänen von 30 Euro (beziehungsweise einem Euro pro Tag) erreicht hätte, bei ca. 491.300 Euro. Falls du dich das gerade fragst: Das ist kein Tippfehler!

Möglicherweise wirst du etwas skeptisch sein, was diesen Durchschnittswert bei der Rendite angeht. Okay, um fair zu bleiben, rechnen wir einfach auch mal mit einer durchschnittlichen Rendite von 5 % pro Jahr, um auf Nummer sicher zu gehen. Unter dieser Prämisse würdest du immer noch einen Wert von 186.900 Euro erzielen, was ca. dem 7,7-Fachen des gesparten Wertes entspricht. Wir sehen daher: Das Investieren in ETFs über lange Zeiträume hinweg kann sich definitiv lohnen. Mehr jedenfalls als das bloße Sparen.

Was du bei einem ETF-Ansatz beachten solltest

Es gibt natürlich einige Einwände, die man bei einem ETF-Ansatz regelmäßig hört. Von größeren Risiken ist die Rede, möglicherweise sogar von Verlusten. Kurzfristig kann das durchaus möglich sein, wie wir mit Blick auf das sehr volatile Börsenjahr 2020 festhalten können.

Was wir jedoch auch sehen müssen, ist: 67 Jahre sind ein langer Zeitraum. Selbst 40 Jahre, ein komplettes Erwerbsleben, wären alles andere als kurz. Über solche Zeiträume hat es historisch mit statistischer Sicherheit eigentlich stets eine Rendite gegeben, egal zu welchem Zeitpunkt.

Foolishe Investoren, die daher auf diversifizierte, marktbreite ETFs setzen, werden zwar möglicherweise die marktüblichen Schwankungen aushalten müssen. Allerdings zeigen historische Rückblicke: Das Renditepotenzial der meisten Jahre ist deutlich höher als die Korrekturen. Zudem sind bis jetzt alle Korrekturen und Crashs wieder ausgeglichen worden (bis auf den Corona-Crash im DAX, allerdings stehen wir kurz davor). Das Risiko sollte man als Investor daher möglicherweise nicht überbewerten.

Sparen und investieren für die Rente: Sei clever!

Ich hoffe, ich konnte dir mit dem heutigen Rechenbeispiel zeigen, wie du clever agieren kannst. Das einfache Sparen mag zwar „sicherer“ erscheinen. Über lange Zeiträume lässt du dir jedoch viel Rendite entgehen. Selbst ein Euro pro Tag, fiktiv in einen ETF angelegt seit der Geburt bis zum Rentenbeginn, zeigt, wie deutlich die Unterschiede sind. Vielleicht solltest du hierüber wirklich einmal dringend nachdenken.

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