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1 ETF für deinen Vermögensaufbau, den du nicht ignorieren solltest!

Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Für die meisten Anleger sind Fonds zum langfristigen Vermögensaufbau eine gute Wahl. Hier musst du keine Einzelaktien analysieren und auch nicht die gesamtwirtschaftliche Lage einschätzen. Alles, was du benötigst, ist eine breite Streuung, sowohl über alle Branchen hinweg (also keine Themenfonds) als auch regional.

Dann genügt es, einmal jährlich die Positionen wieder gleich zu gewichten und deine Ersparnisse neu zu investieren. Das ist alles. Über Hochs und Tiefs hinweg und langfristig sind so jährlich etwa 5 bis 7 % Rendite möglich. Zudem ist dein Vermögen so vor Inflation, Schuldenschnitten und vielen anderen unschönen Entwertungsmöglichkeiten geschützt. So wurden Bankguthaben in den letzten 100 Jahren gleich mehrmals wertlos. Mit Aktien konnte der Anleger hingegen nicht nur seine Kaufkraft bewahren, sondern sie sogar deutlich steigern.

Wenn du also weltweit anlegen möchtest, könnte der Ossiam Japan Minimum Variance NR UCITS ETF (WKN: A140D8) ein weiterer Baustein dazu sein. Warum und was ihn alles auszeichnet, erfährst du jetzt.

Japan-Aktien gehören in jedes gestreute Depot

Japanische Aktien sind zwar im Zeitraum 1989 bis 2009 in Summe nur gefallen, konnten seitdem aber wieder stark aufholen. Es gibt keine Garantie dafür, dass diese Entwicklung eines Tages nicht auch in Europa oder in den USA stattfinden könnte. Historisch gesehen dauerte es hier teilweise auch bis zu 30 Jahre, bis wieder neue Hochs erreicht wurden.

Japan ist, noch vor Deutschland, die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt. Und wer sich die Entwicklung des Nikkei einmal seit 1950 ansieht, wird erkennen, dass selbst dieser Markt seither um mehr als Faktor 200 gestiegen ist. Wer also 1950 10.000 Euro angelegt hat, steht heute bei mehr als 2 Mio. Euro. Zudem wird der Nikkei sehr wahrscheinlich in Zukunft auch wieder neue Allzeithochs erreichen.

Aussichtsreiche Strategie

Sparer, die langfristig Vermögen aufbauen wollen, möchten meistens keine großen Risiken eingehen. Wer also eher eine stetige Entwicklung mag, für den könnte der Japan-ETF genau richtig sein, denn er setzt auf eine ganz besondere Strategie. So werden nur jene Aktien aus dem Topix150-Index gewählt, die verhältnismäßig geringe Schwankungen aufweisen und sich relativ unabhängig vom Gesamtmarkt entwickeln.

Dies bedeutet in Krisen geringere Abschläge und in Boomphasen eine indexähnliche Entwicklung. In Summe entstehen so eine Out- und kontinuierlichere Performance. Der Fonds ist (seit seiner Auflage im Jahr 2015) mit knapp 30 % (04.02.2020) schon leicht stärker als der Nikkei225 gestiegen. 2016, als es am japanischen Markt bergab ging, konnte sich der Fonds gut behaupten und so die Funktionalität seiner Strategie unter Beweis stellen.

Derzeit befinden sich 73 Aktien im Fonds, von denen die stärkste Position gerade einmal 3,7 % ausmacht (04.02.2020). Drunter befinden sich Unternehmen wie NTT Docomo (WKN: 916541), West Japan Railway (WKN: 903186) oder Toshiba (WKN: 853676).

Was es noch zu wissen gibt

ETFs setzen gern Swaps (Derivate) zur Indexnachbildung ein. Dies tut der Ossiam Japan Minimum Variance-ETF nicht. Er kauft die Aktien selbst. Immer wieder sehr positiv sind die geringen Kosten, die bei einem ETF-Kauf anfallen. Hier liegen sie jährlich bei 0,65 % vom angelegten Vermögen. Zudem ist die Anlage über die Börse möglich, wodurch kein Ausgabeaufschlag anfällt. Und geringe Kosten sind bekanntlich eine gute Voraussetzung für eine hohe Rendite.

Initiator ist Ossiam, wobei das Sondervermögen bei State Street (WKN: 864777) in Luxemburg aufbewahrt wird. Die Erträge werden einbehalten und direkt wieder angelegt. Das Fondsvolumen liegt gerade erst bei 14 Mio. Euro (04.02.2020), was jedoch kein Nachteil ist.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien und ETF´s. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Motley Fool Deutschland 2020