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1 & 1-Drillisch-Deal schürt Hoffnung auf Billig-5G – zumindest sehr langfristig

Husmann, Nele
·Lesedauer: 1 Min.

1 & 1 Drillisch hat nach zähen Verhandlungen das Roaming-Angebot von Telefónica Deutschland angenommen. Der Mobilfunker zeigt damit endlich Lebenszeichen für den Netzausbau. Mehr Wettbewerb bringt das aber vorerst nicht.

Der Mobilfunker 1  &  1 Drillisch hat nach zähen Verhandlungen das verbesserte Roaming-Angebot von Telefónica Deutschland angenommen. Foto: dpa
Der Mobilfunker 1 & 1 Drillisch hat nach zähen Verhandlungen das verbesserte Roaming-Angebot von Telefónica Deutschland angenommen. Foto: dpa

Es kommt endlich Bewegung in den Aufbau eines vierten deutschen Mobilfunk-Netzes – gut eineinhalb Jahre nach dem Zuschlag für die 5G-Frequenz für Drillisch. Durch den Deal mit Telefónica kann Drillisch jetzt immerhin die Grundversorgung ihrer künftigen Kunden sicherstellen: Die dürfen im 4G-Netz von O2 roamen. Die 5G-Versorgung bleibt aber weiter einzig auf eigene Antennen gestützt, die Drillisch erst noch aufbauen muss.

Deshalb ist eine Vorfreude auf mehr Wettbewerb im deutschen Mobilfunk noch sehr verfrüht. Ein „Un-Carrier“, der wie Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile in den USA die Geschäftsgepflogenheiten aufrüttelt und hierzulande zu besseren Konditionen, mehr Kundenservice und mehr Vertragsfreiheiten führt, lässt wohl noch lange auf sich warten. Denn der Aufbau des eigenen Drillisch-Netzes wird Jahre dauern. Die bisherigen drei Anbieter Deutsche Telekom, Vodafone und haben sich den Markt sehr gemütlich untereinander aufgeteilt. Da ist kaum Bewegung in den Marktanteilen – und daran ändert sich so schnell leider nichts.

Bis Sommer muss Drillisch echte Hardware aufbauen, um die Konditionen für ihre 5G-Lizenz nicht zu verletzen. Dafür hat der Anbieter sich den Anschluss an der Glasfasernetz der Deutschen Telekom gesichert, so dass ihre neuen 5-G-Antennen auch angeschlossen werden können. Zwei gute erste Schritte immerhin.

Mehr zum Thema: Nach Jahren des Widerstands gegen Kooperationen geben Vodafone, Telekom und Telefónica einander erstmals gegenseitig Zugriff auf die eigene Netztechnik, um Funklöcher zu schließen. Super, oder? Nicht ausschließlich!