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1.000 Euro auf der hohen Kante? 3 Kaufgelegenheiten für den Crash

Sean Williams
·Lesedauer: 4 Min.

Börsencrashs und -korrekturen sind ein natürlicher Teil des Investitionszyklus. Und sie sind der Preis, den man zahlt, um am Markt teilzuhaben.

Neulich wurden die Anleger erneut daran erinnert, dass ein Börsencrash oder eine Korrektur ohne Vorwarnung eintreten kann. Aber die gute Nachricht ist, dass sich jeder einzelne Crash in der Geschichte als Gelegenheit erwiesen hat. Denn dann sind eigentlich teure Aktien günstig zu haben. Der breitere Markt steigt langfristig betrachtet immer wieder an und macht selbst größere Korrekturen wieder wett.

Abgesehen davon brauchen Sie nicht mit einem Vermögen zu beginnen, um an der Wall Street ein Vermögen zu machen. Wer rund 1.000 Euro zur Verfügung hat, hat mehr als genug, um sich beim Crash die folgenden drei Aktien zu schnappen.

Okta

Die Pandemie wird Unternehmen und Verbraucher in den kommenden Monaten und Jahren immer häufiger ins Internet bringen. Das stellt eine riesige Chance für Cybersicherheitsunternehmen wie Okta (WKN: A2DNKR) dar, die mit dem Schutz von Unternehmensdaten betraut werden.

Oktas Erfolgsgeheimnis ist die breite Palette von Identitätsüberprüfungslösungen. Das Produktportfolio von Okta ist darauf ausgelegt, zusammen mit den Kunden zu wachsen. Das ist wichtig, weil die größten Margen für Okta von bestehenden Kunden erzielt werden, die mehr ausgeben. In einem der schwierigsten Quartale jemals für die US-Wirtschaft hat Okta ein Abo-Einnahmen-Wachstum von 44 % erreicht.

Okta wird auch davon profitieren, dass die Identitätsprüfung mittlerweile ein unverzichtbarer Dienst ist. Ganz gleich, wie gut oder schlecht die Wirtschaft läuft, Kriminelle und Bots kennen keine Pause. Dies verschafft Okta einen stabilen Cashflow, der mit einem Vermögen von 2,5 Milliarden USD (Stand Ende Juli) einhergeht.

Anleger sollten sich darauf verlassen können, dass Okta ein beständiges zweistelliges Wachstum erzielen kann.

Alexion Pharmaceuticals

Eine weitere starke Wachstumsaktie, die für Anleger während eines Börsencrashs infrage kommt, ist der Arzneimittelentwickler Alexion Pharmaceuticals (WKN: 899527).

Alexion hebt sich aus einem wichtigen Grund von der Masse ab: Es handelt sich um einen Medikamentenentwickler für extrem seltene Krankheiten. Während die Entwicklung von Behandlungen eines sehr kleinen Patientenpools mit einem hohen Risiko verbunden ist, können die Vorteile im Erfolgsfall enorm sein. Alexion hat kaum Konkurrenz, und die Krankenversicherer finden oft keine anderen Behandlungsmöglichkeiten. Das ist die perfekte Formel für Erfolg.

Alexion profitiert von seiner Innovationskraft. Seit mehr als einem Jahrzehnt verlässt es sich auf sein Blockbuster-Medikament Soliris. Da jedoch die Bedenken hinsichtlich der Exklusivität immer mehr zunahmen, entwickelte Alexion Ultomiris als seinen Ersatz. Ultomiris muss nur einmal alle acht Wochen verabreicht werden, im Gegensatz zu Soliris, das alle zwei Wochen verabreicht werden muss. Im letzten Quartal meldete Alexion eine mehr als verdreifachte Umsatzentwicklung von Soliris auf 289 Millionen USD. Ultomiris wurde dagegen zum neuen Behandlungsstandard für Patienten mit paroxysmaler nächtlicher Hämoglobinurie.

Da Patienten mit seltenen Krankheiten ihr Medikament unabhängig von der US-Wirtschaft benötigen, ist der Cashflow von Alexion grundsolide.

Broadcom

Wenn der nächste Börsencrash kommt, sollte man den Chiphersteller Broadcom (WKN: A2JG9Z) auf dem Zettel haben. Der dürfte zumindest in den nächsten fünf Jahren von zwei wichtigen Faktoren profitieren.

Der Haken für Investoren, wenn es um Broadcom geht, ist die Produktion von 5G-Mobilfunkchips und anderem Zubehör. Das wird derzeit in Smartphones der nächsten Generation verwendet. Telekommunikationsunternehmen sind dabei, die drahtlose Infrastruktur im ganzen Land aufzurüsten. Dies wird nicht von heute auf morgen geschehen. Das bedeutet, dass Broadcom in den kommenden Jahren einen stetigen Anstieg der Nachfrage nach seinen Chips erwarten kann. Dies ist die erste bedeutende Aufrüstung auf neue Verbindungen seit einem Jahrzehnt. Daher sollte man nicht die Nachfrage von Verbrauchern und Unternehmen unterschätzen.

Broadcom wird auch von dem bereits erwähnten Vorstoß der Unternehmen ins Internet und in die Cloud profitieren. Da das traditionelle Arbeitsumfeld durch die Pandemie komplett verändert wurde und die Verbraucher den Online-Kaufprozess bevorzugen, dürfte die Nachfrage nach Datenspeicherung über Rechenzentren weiter steigen. Als Anbieter von Chips für Rechenzentren dürfte Broadcom weiter wachsen.

Obwohl das Umsatzwachstum hier nicht spektakulär ist, sollte das Gewinnwachstum deutlich über dem Umsatzwachstum liegen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Okta und empfiehlt Aktien von Broadcom. Sean Williams besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 2.11.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2020