Deutsche Märkte öffnen in 2 Stunden 9 Minuten
  • Nikkei 225

    26.566,81
    +135,26 (+0,51%)
     
  • Dow Jones 30

    29.260,81
    -329,60 (-1,11%)
     
  • BTC-EUR

    20.809,07
    +1.075,92 (+5,45%)
     
  • CMC Crypto 200

    459,11
    +26,01 (+6,01%)
     
  • Nasdaq Compositive

    10.802,92
    -65,00 (-0,60%)
     
  • S&P 500

    3.655,04
    -38,19 (-1,03%)
     

Überlastetes Klinikpersonal denkt über Berufswechsel nach

Berlin (dpa) - Wegen hoher Arbeitsbelastung und fehlender Wertschätzung erwägt ein Viertel der Klinikärzte und -ärztinnen in Deutschland einen Berufswechsel. Das geht aus einer Umfrage der Ärztegewerkschaft Marburger Bund unter rund 8500 angestellten Medizinerinnen und Medizinern hervor, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde. Danach liegt deren faktische Wochenarbeitszeit im Schnitt deutlich über 50 Stunden, ein Fünftel der Befragten berichtet sogar von 60-Stunden-Wochen.

«Man schuftet nur noch und wird irgendwann krank, weil man dem ganzen Druck nicht mehr standhalten kann», wird eine Medizinerin zitiert. Andere Umfrageteilnehmer beklagen die Orientierung am ökonomischen Profit und die Folgen für die Beschäftigten: «Man arbeitet für 2 Personen. Man hat nie Pause. Man hetzt von einer zur nächsten Aufgabe und priorisiert ständig neu, da laufend neue Tätigkeiten zur To-do-Liste hinzukommen.»

Zwei Drittel der Befragten beurteilen die personelle Besetzung ihrer Kliniken als «schlecht» oder «eher schlecht». Die daraus folgenden Überstunden werden der Umfrage zufolge nur bei jedem Vierten finanziell vergütet. Knapp die Hälfte der Mediziner erhält vorwiegend Freizeitausgleich, 19 Prozent gehen nach eigenen Angaben komplett leer aus.