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Im überalterten Japan schließen immer mehr Schulen

Verblassende Fotos von lächelnden Kindern zieren noch immer die Wände des Treppenhauses der Ashigakubo-Grundschule, einer von Tausenden, die in den letzten 20 Jahren im alternden Japan geschlossen wurden.

Die mehr als Hundert Jahre alte Schule musste 2009 dicht machen, als die letzten paar Dutzend Kinder auf die weiterführende Schule kamen. Japan leidet wie viele Industrienationen unter einer überalternden Gesellschaft.

Japan hat nach Monaco die zweitälteste Bevölkerung der Welt. Es gibt 14,4 Millionen Kinder unter 15 Jahren, das sind knapp 11,5 Prozent der Gesamtbevölkerung und vier Millionen weniger als zu Beginn der 2000er Jahre.

Zwischen 2002 und 2020 wurden nach Angaben des Bildungsministeriums 8.580 öffentliche Schulen geschlossen. Von den 7.400 Schulen, die im Jahr 2021 noch bestehen, werden 74,1 Prozent wieder genutzt und nur 2,9 Prozent sollen abgerissen werden.

In der alten Ashigakubo-Grundschule arbeiten die Behörden daran, die nostalgischen Holzräume wieder zum Leben zu erwecken. Öffentliche Gelder stehen zur Verfügung, um Gemeinden bei der Verwaltung alter Schulen und der Umnutzung stillgelegter Gebäude zu unterstützen.

In Ashigakubos Räumlichkeiten findet wöchentlich ein Eltern-Kind-Workshop statt, manchmal werden sie für Filmaufnahmen, Seminare oder Cosplay-Veranstaltungen genutzt - bei denen sich Cosplay-Fans als Spielfiguren verkleiden.