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Wien nach Kurz-Abgang am Weg zu drittem Kanzler in zwei Monaten

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Sebastian Kurz zieht sich aus der österreichischen Politik zurück. Das gab der einstige Jungstar der konservativen Volkspartei am Donnerstag in Wien bekannt. Nach seinem Rücktritt als Bundeskanzler im Oktober legt er nun auch seine Parteiämter nieder.

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Der Schritt dürfte eine größere Rochade in der Regierung der Alpenrepublik auslösen, einer Koalition der ÖVP mit den Grünen unter Vizekanzler Werner Kogler. Innenminister Karl Nehammer, 49, scheint als neuer Parteivorsitzender gesetzt und könnte auch Bundeskanzler werden und damit Alexander Schallenberg nach nur zwei Monaten ablösen, berichten österreichische Medien. Kurz äußerte sich dazu nicht.

Der Kommunikations-Trainer, der seine gesamte berufliche Laufbahn in der ÖVP verbracht hat, machte sich zuletzt als Hardliner im Innenministerium einen Namen. Allerdings war sein Ressort auch mit Vorwürfen konfrontiert, dass der islamistische Terroranschlag vor einem Jahr in Wien wegen Ermittlungspannen der Sicherheitsbehörden nicht verhindert wurde.

Der 35-jährige Kurz hat die ÖVP 2017 und 2019 zu großen Wahlerfolgen geführt und galt unter Europas Konservativen als Hoffnungsträger - nicht zuletzt auch in Deutschland. Sein Fall begann mit Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft in Wien, ausgelöst durch das Ibiza-Video, das Kurz’ erste Regierung mit der Rechtsaußen-Partei FPÖ zu Fall brachte.

Die Staatsanwälte prüfen den Verdacht der Falschaussage vor einem Untersuchungsausschuss im Parlament und werfen ihm das Schalten von Inseraten auf Steuerzahlerkosten im Austausch für positive Medienberichterstattung mit Hilfe gefälschter Meinungsumfragen vor.

Kurz bestreitet die Vorwürfe nach wie vor energisch. “Ich bin weder ein Heiliger noch ein Verbrecher”, sagte er bei seiner Pressekonferenz in Wien.

Kurz’ langjährige Freundin Susanne Thier hatte vor wenigen Tagen den ersten gemeinsamen Sohn des Paars auf die Welt gebracht. Seine Familie stehe nun vorerst im Mittelpunkt, erklärte der Ex-Kanzler. Über seine berufliche Zukunft schwieg er sich aus.

Überschrift des Artikels im Original:

Austrian Former Chancellor Kurz to Leave Politics, Krone Says

(Neu: Nehammer auch Kanzler)

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