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Österreichischer Ex-Kanzler Sebastian Kurz investiert erstmals in ein Startup

Der Politik hat er den Rücken gekehrt. Dafür arbeitet Sebastian Kurz nun als Global Strategist für Thiel Capital – und investiert selbst. - Copyright: Dan Kitwood/Getty Images
Der Politik hat er den Rücken gekehrt. Dafür arbeitet Sebastian Kurz nun als Global Strategist für Thiel Capital – und investiert selbst. - Copyright: Dan Kitwood/Getty Images

Startup: Der gefallene österreichische Ex-Bundeskanzler Sebastian Kurz scheint diesen Begriff ganz wörtlich zu nehmen und nach seinem Rückzug aus der Politik neu anzufangen. Auf hoher Ebene versteht sich. Im Februar ging Kurz als Global Strategist zum Silicon-Valley-Milliardär Peter Thiel. Und wie das österreichische Nachrichtenmagazin Profil berichtet, übt sich Kurz nun auch selbst als Startup-Investor.

Demnach hat sich der Ex-Kanzler am 2019 gegründeten österreichischen Medtech-Unternehmen Medaia GmbH mit Sitz in Graz beteiligt. Deren App Skinscreener soll Kunden gewissermaßen ein Hautkrebs-Screening zu Hause erlauben. Mit der Kamera und Taschenlampenfunktion des Smartphones können Nutzer Muttermale oder andere Hautveränderungen fotografieren. Die App errechnet für die jeweilige Stelle, mit welcher Wahrscheinlichkeit die Läsion bösartig ist. Basierend auf dieser Einschätzung wird den Nutzern dann ein unplanmäßiger Besuch beim Hautarzt empfohlen – oder eben nicht.

Kurz sei bereits im Mai 2022 über eine Kapitalerhöhung bei Medaia eingestiegen und halte knapp zwei Prozent der Anteile, so Profil. Die Höhe des Investments gehe aus dem Firmenbuch nicht hervor. Ein Sprecher von Sebastian Kurz habe dem Magazin bestätigt, dass es sich um eines der ersten Investments des Ex-Bundeskanzlers in Österreich handele. Größter Investor bei Medaia ist laut Profil mit knapp 50 Prozent der Anteile Michael Tripolt, Oberarzt für Dermatologie und Venerologie am Uniklinikum Graz – und ehemaliger ÖVP-Parteikollege von Sebastian Kurz. Weitere Investoren sind die Valnon Holding GmbH hinter der Profil zufolge Mitglieder der Adelsfamilien Liechtenstein und Thun-Hohenstein stehen.

Sanft gefallen: Nach Staatsaffäre bekommt Kurz einen Job bei Peter Thiel

Sebastian Kurz wurde im Mai 2017, im Alter von 30 Jahren, Vorsitzender der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und war von Dezember 2017 bis Mai 2019 sowie von Januar 2020 bis Oktober 2021 österreichischer Bundeskanzler. Seine erste Amtszeit endete vorzeitig im Zuge der sogenannten Ibiza-Affäre um Heinz-Christian Strache, Vizekanzler und Parteivorsitzender des Koalitionspartners FPÖ. Während seiner zweiten Amtszeit geriet Kurz allerdings selbst ins Visier von Korruptionsermittlungen. Der Verdacht: Kurz und enge Vertraute sollen mit Steuergeldern manipulierte Meinungsumfragen und positive Medienberichte erkauft haben. Der nun Ex-Kanzler musste daraufhin zurücktreten und zog sich wenig später von allen politischen Ämtern zurück.

Obwohl die Ermittlungen in dem Fall weiter laufen, heuerte Kurz schon im Februar 2022 bei Thiel Capital an. Als Global Strategist arbeitet Kurz damit für den Paypal-Mitgründer und bekennenden Trump-Anhänger Peter Thiel. Schon früher hatte es allerdings Hinweise auf eigene Investoren-Ambitionen von Kurz gegeben. Bereits im Juli berichtete der Kurier, dass Kurz über die AS2K Beteiligungs GmbH zusammen mit dem österreichischen Investor und ehemaligem Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Bank Alexander Schütz gemeinsam Geschäfte machen wolle.