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Ölpreise wegen Konjunktursorgen weiter auf Talfahrt

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag deutlich gesunken und haben damit an den schwachen Wochenauftakt angeknüpft. Eine allgemein trübe Stimmung an den Finanzmärkten und wachsende Konjunktursorgen hätten auch die Notierungen am Ölmarkt belastet, hieß es aus dem Handel. Gegen Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 104,70 US-Dollar. Das waren 2,40 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 2,69 Dollar auf 101,40 Dollar.

Die Furcht vor einer Energiekrise in Europa belastet die Aussichten für die konjunkturelle Entwicklung. Nach Einschätzung von Experten könnten fehlende Gaslieferungen eine tiefe Rezession nach sich ziehen. Dies verstärkte am Markt die Spekulation auf eine geringere Nachfrage nach Rohöl.

Wegen routinemäßiger Wartungsarbeiten hat Russland die Gaslieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 am Montag gestoppt und damit das Zittern um die Zukunft der Energieversorgung in Europa weiter angefacht. Es gibt die Befürchtung, dass längerfristig kein Gas mehr durch die Leitung nach Deutschland strömen könnte.

Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht die europäischen Staaten in den kommenden Monaten vor einer ernsten Herausforderung bei der Öl- und Gasversorgung. "Dieser Winter wird in Europa sehr, sehr schwierig werden", warnte IEA-Direktor Fatih Birol am Dienstag auf einem Energieforum in Sydney. Die Energieversorgung sei eine große Sorge. "Das kann ernste Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben", sagte der Chef des Interessenverbands westlicher Industriestaaten.

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