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Ölpreise drehen in die Verlustzone – Streit um Opec-Förderkürzung

Die Preise für ein Barrel Öl der Nordseesorte Brent sowie der Sorte WTI sind am Abend wieder ins Minus gedreht. Saudi-Arabien und Russland streiten über Fördermengen.

Brent ist die für Europa wichtigste Ölsorte. Die Sorte WTI stammt aus den USA. Foto: dpa

Die Ölpreise haben am Mittwoch in die Verlustzone gedreht. Händler verwiesen auf Berichte über Konflikte zwischen den Rohölförderländern. Am Abend kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 51,86 US-Dollar und somit etwas weniger als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI fiel um 17 Cent auf 47,01 Dollar.

Es gibt offenbar Streit zwischen Saudi-Arabien und Russland um eine weitere Kürzung der Fördermenge. Es war damit gerechnet worden, dass das Ölkartell Opec und mit ihm verbündete Förderländer ihre Tagesproduktion um 0,6 bis 1,0 Millionen Barrel kürzen werden.

Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete, fordert Saudi-Arabien aber eine höhere Kürzung. Russland spricht sich jedoch offenbar dagegen aus. Der russische Energieminister Alexander Nowak hat ein vorbereitendes Treffen der sogenannten Opec+ ohne eine Einigung verlassen. Dies brachte die Ölpreise unter Druck. Das Treffen der Opec+ findet offiziell an diesem Donnerstag und Freitag in Wien statt.

Die Rohölbestände der USA sind in der vergangenen Woche weniger gestiegen als erwartet. Die Vorräte legten laut US-Energieministerium um 0,8 Millionen auf 444,1 Millionen Barrel zu. Die Benzin- und Destillatebestände gingen zurück.

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