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Ölpreise sinken - US-Ölreserven belasten

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) -Die Ölpreise sind am Donnerstag gefallen. Die leichten Kursverluste aus dem frühen Handel haben sich bis zum Mittag etwas ausgeweitet. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 81,87 US-Dollar. Das waren 73 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Juli fiel um 77 Cent auf 77,73 Dollar.

Am Markt wurden die fallenden Ölpreise unter anderem mit der Entwicklung der Ölreserven in den USA erklärt. Das Energieministerium hatte am Mittwoch einen Zuwachs der landesweiten Rohölbestände gemeldet. Die Entwicklung kam überraschend, Experten hatten zuvor einen Rückgang der Lagerbestände erwartet. Steigende Vorräte in der größten Volkswirtschaft der Welt haben in der Regel sinkende Ölpreise zur Folge.

Belastet wurden die Erdölpreise zudem von der Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Sie hielt ihre Geldpolitik am Mittwochabend zwar stabil, signalisierte jedoch für dieses Jahr weniger Zinssenkungen. Der Dollar erhielt dadurch etwas Aufwind. Der Wechselkurs der US-Währung spielt am Ölmarkt eine große Rolle. Weil der Rohstoff in Dollar gehandelt wird, bremst ein steigender Dollarkurs die Nachfrage.