Deutsche Märkte öffnen in 33 Minuten
  • Nikkei 225

    26.431,55
    -722,28 (-2,66%)
     
  • Dow Jones 30

    29.590,41
    -486,29 (-1,62%)
     
  • BTC-EUR

    19.412,94
    -460,05 (-2,31%)
     
  • CMC Crypto 200

    429,32
    -15,21 (-3,42%)
     
  • Nasdaq Compositive

    10.867,93
    -198,87 (-1,80%)
     
  • S&P 500

    3.693,23
    -64,76 (-1,72%)
     

Ölpreise legen zu - Verluste auf Wochensicht

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Freitag nach mehreren Tagen mit Verlusten wieder zugelegt. Auf Wochensicht sind die Preise jedoch deutlich gefallen. Am Freitagnachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 94,07 US-Dollar. Das waren 1,70 Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 1,49 Dollar auf 88,13 Dollar.

In den vergangenen Tagen sind die Erdölpreise deutlich unter Druck geraten. Ausschlaggebend waren mehrere Faktoren, darunter Sorgen über die globale Wirtschaftsentwicklung und der andauernde Kampf vieler Zentralbanken gegen die hohe Inflation. Hinzu kam der starke Dollar, der das in der US-Währung gehandelte Rohöl für viele Interessenten wechselkursbedingt verteuerte und auf der Nachfrage lastete. Am Freitag geriet der Dollar jedoch angesichts der freundlichen Stimmung an den Finanzmärkten unter Druck. Dies stützte die Ölpreise.

Die G7 wirtschaftsstarker Demokratien wollen dafür sorgen, dass Russland weniger an seinem Öl verdient - und damit eine Finanzierungsquelle für den Krieg gegen die Ukraine austrocknen. Das Ziel ist ein internationaler Preisdeckel auf Importe von russischem Öl. In einer gemeinsamen Erklärung forderten die G7-Finanzminister am Freitag alle ölimportierenden Länder auf, sich dieser Maßnahme anzuschließen. Russland drohte für den Fall einer Umsetzung mit Gegenmaßnahmen.

Anfang kommender Woche rückt die Angebotspolitik des Ölverbunds Opec+ in den Mittelpunkt. Die rund 20 Staaten wollen am Montag über ihre Förderpolitik beraten. Saudi-Arabien, eines der tonangebenden Mitglieder, hatte unlängst die Möglichkeit einer geringeren Förderung zur Sprache gebracht. Hintergrund sind die zuletzt im Trend gefallenen Erdölpreise, wenngleich das Preisniveau aufgrund des Ukraine-Kriegs weiter hoch ist.

Die Rohstoffexperten von der Commerzbank rechnen nicht mit einer baldigen Förderkürzung. "Dennoch dürften die Produktionsländer ihre Bereitschaft signalisieren, die Fördermenge, falls erforderlich, kurzfristig anzupassen." Wegen der großen Nachfragerisiken sollte der Ölpreis vorerst unter Druck bleiben.