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Ölpreise legen etwas zu

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) -Die Ölpreise haben am Dienstag ein wenig zugelegt. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli 83,48 US-Dollar. Das waren 12 Cent mehr als am Vorabend. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Juni-Lieferung stieg um 13 Cent auf 79,25 Dollar. Die Preisausschläge hielten sich jedoch in engen Grenzen.

Die acht Mitglieder des Ölverbunds Opec+, die sich zu freiwilligen Kürzungen bereit erklärt hatten, haben ihre Förderquoten im April überschritten. So sei die verabredete Fördermenge um 568 000 Barrel je Tag höher als verabredet ausgefallen. Der Irak und Russland haben ihre Fördermenge besonders deutlich überschritten. Dies geht aus den erstmals veröffentlichten Monatszahlen für die gesamte Opec+ hervor.

In dem Verbund aus etwas mehr als zwanzig Ländern sind nicht nur die Opec-Staaten vertreten, sondern auch andere wichtige Förderländer wie Russland. Die Opec+ hält ihre Produktion seit längerem knapp, um die Preise auf das von ihnen gewünschte Niveau zu bewegen.

Einen Blick dürften die Marktteilnehmer auch auf neue Preisdaten aus den USA werfen. Dort stehen am Nachmittag die monatlichen Produzentenpreise auf dem Programm. Die Entwicklung nimmt Einfluss auf die Geldpolitik der US-Zentralbank Fed, deren Kurs auch für den Erdölmarkt eine entscheidende Rolle spielt. Über ihre Geldpolitik beeinflusst die Fed die Konjunktur und damit auch die Nachfrage nach Rohöl, Benzin und Diesel.