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Ölpreise nach jüngsten Kursgewinnen leicht unter Druck

Branchenangaben aus den USA befeuern die Sorge um zu wenig Lagerkapazitäten für Rohöl. Zum ersten Mal seit fünf Tagen reduzieren sich die Ölpreise.

Brent ist die für Europa wichtigste Ölsorte. Die Sorte WTI stammt aus den USA. Foto: dpa

Die Sorge vor knappen Lagerkapazitäten setzt den Ölpreisen zu. Nach fünf Tagen mit Zuwächsen verbilligt sich US-Leichtöl der Sorte WTI um 1,1 Prozent auf 24,29 Dollar je Barrel. Der Preis für Brent-Nordseeöl gibt 0,7 Prozent auf 30,77 Dollar je Barrel nach.

Branchenangaben aus den USA zufolge sind die US-Lagerkapazitäten schon stärker ausgeschöpft als erwartet. Durch den wirtschaftlichen Stillstand als Folge der Coronavirus-Pandemie ist die Rohöl-Nachfrage eingebrochen.

Die Ölpreise waren am Dienstag noch deutlich gestiegen und hatten so ihre jüngste Kurserholung fortgesetzt. Ende April hatten die Ölpreise rund zehn Dollar niedriger notiert. Händler verwiesen auf die verringerte Ölförderung in den USA.

Auch wenn das Schlimmste für die Ölmärkte möglicherweise vorbei ist, sehen die meisten Analysten keine baldige durchgreifende Erholung der Nachfrage nach Rohöl. So bestehe in den USA das Risiko einer zweiten Infektionswelle.

Zudem stelle der Konflikt zwischen den USA und China über die Ursache der Corona-Pandemie eine Gefahr für den Welthandel dar. Dies könne auch die Ölnachfrage belasten.
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