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Ölpreise geben nach

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Donnerstag einen Teil ihrer Vortagsgewinne abgegeben. Am Mittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 105,99 US-Dollar. Das waren 1,52 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,61 Dollar auf 104,09 Dollar.

Marktteilnehmer erklärten die Preisabschläge zum einen mit dem festeren Dollar, der Rohöl für Interessenten außerhalb des Dollarraums verteuert und damit deren Nachfrage dämpft. Zum anderen wurde auf neue Corona-Infektionen in der chinesischen Metropole Shanghai verwiesen, was einer baldigen Lockerung der strengen Virus-Beschränkungen einen Schlag versetzt hat. Die scharfe Corona-Politik der chinesischen Führung belastet das Wirtschaftswachstum und damit die Erdölnachfrage der Volksrepublik.

Unterdessen ist der europäische Erdgaspreis (TTF) um rund 13 Prozent gestiegen. "Offenbar bestehen Sorgen, dass die Gaslieferungen über die Ukraine weiter eingeschränkt werden könnten", kommentierte Commerzbank-Experte Carsten Fritsch. "Möglicherweise versucht die Ukraine, Druck auf Ungarn auszuüben, dem EU-Ölembargo gegen Russland zuzustimmen."

Zudem ist am Donnerstag nach den von Russland verhängten Sanktionen gegen ehemalige Tochtergesellschaften von Gazprom der Gas-Transit durch die Ukraine nach Europa nochmals gefallen. Bereits am Vortag war er gesunken, weil die Ukraine kriegsbedingt einen Strang durch die umkämpfte Region Luhansk geschlossen hatte.

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