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Ölpreise fallen wegen Konjunktursorgen unter 100 US-Dollar

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Dienstag wegen zunehmender Konjunktursorgen erheblich unter Druck geraten. Am Abend lagen die beiden wichtigsten Rohölsorten nach herben Verlusten unter der Marke von 100 US-Dollar. Zuletzt kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 99,91 Dollar. Das waren 7,19 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der US-amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 7,60 Dollar auf 96,49 Dollar.

Die Furcht vor einer Energiekrise in Europa belastet die Aussichten für die konjunkturelle Entwicklung. Nach Einschätzung von Experten könnten fehlende Gaslieferungen eine tiefe Rezession nach sich ziehen. Dies verstärkt am Markt die Spekulation auf eine deutlich geringere Nachfrage nach Rohöl und lastet auf den Preisen.

Wegen routinemäßiger Wartungsarbeiten hatte Russland die Gaslieferungen durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 am Montag gestoppt und damit die Ungewissheit um die Energieversorgung in Europa weiter angefacht. Es gibt die Befürchtung, dass längerfristig kein Gas mehr durch die Leitung nach Deutschland strömen könnte.

Die Internationale Energieagentur (IEA) sieht die europäischen Staaten in den kommenden Monaten vor einer ernsten Herausforderung bei der Öl- und Gasversorgung. "Dieser Winter wird in Europa sehr, sehr schwierig werden", warnte IEA-Direktor Fatih Birol am Dienstag auf einem Energieforum in Sydney. Die Energieversorgung sei eine große Sorge. "Das kann ernste Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben", sagte der Chef des Interessenverbands westlicher Industriestaaten.

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