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Ölpreise unter Druck - Neue Corona-Fälle in Peking schüren Nachfragesorgen

SINGAPUR (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag stark nachgegeben. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 37,41 US-Dollar. Das waren 1,32 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 1,73 Dollar auf 34,53 Dollar.

Börsianer begründeten die Verluste mit neu aufgeflammten Konjunktursorgen. Bereits am Donnerstag waren die Ölpreise auf Talfahrt gegangen, nachdem die US-Notenbank einen düsteren Ausblick für die größte Volkswirtschaft der Welt geliefert hatte. Am Freitag dann hatten die Preise in dem trüben Umfeld etwas weiter nachgegeben.

Zu Wochenbeginn nun vergrößerten schlechte Nachrichten aus China die Nachfragesorgen, die in den letzten Wochen etwas in den Hintergrund gerückt waren. Nachdem in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt über viele Wochen kaum noch neue Covid-19-Erkrankungen gemeldet worden waren, war es vergangene Woche auf einem Großmarkt der chinesischen Hauptstadt zu einem neuen Ausbruch gekommen, was Ängste vor einer neuen Virus-Welle schürte. Zudem war die Erholung der chinesischen Industrieproduktion im Mai nicht so stark ausgefallen wie erwartet.