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Ölpreise drehen in die Verlustzone - IEA erwartet keinen starken Preisanstieg

·Lesedauer: 1 Min.

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Mittwoch gesunken und haben damit an die Kursverluste seit Beginn der Woche angeknüpft. Nachdem sich die Notierungen im frühen Handel zunächst erholen konnten, drehten sie bis zum Mittag deutlich in die Verlustzone.

Ein Barrel (159 Liter) Nordseeöl der Sorte Brent kostete im Mittagshandel 67,65 US-Dollar. Das waren 74 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass amerikanisches Erdöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) fiel um 59 Cent auf 64,21 Dollar.

Marktbeobachter verwiesen auf Aussagen der Internationalen Energieagentur (IEA). Der Interessenverband führender Industriestaaten geht nicht von einer Zeitenwende am Rohölmarkt mit drastisch steigenden Preisen aus. Die IEA tritt damit Erwartungen von einigen einflussreichen US-Banken entgegen, die unlängst von einem neuen "Superzyklus" gesprochen hatten. Im Gegensatz zu den Bankanalysten etwa von Goldman Sachs sieht die IEA ein ausreichendes Angebot an Erdöl, das starken Preisanstiegen entgegenstehe.

Im weiteren Tagesverlauf dürfte sich das Interesse an den Rohstoffmärkten verstärkt auf die US-Notenbank Fed richten, die am Abend geldpolitische Entscheidungen veröffentlichen wird. Allgemein wird nicht mit einem Kurswechsel der Fed gerechnet, allerdings sieht sich die Notenbank mit einem deutlichen Anstieg der Marktzinsen konfrontiert. Bisher lässt sie die Entwicklung laufen, was die Stimmung an den Märkten zeitweise deutlich belastet hat.