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Ökonomen-Stimmen zum Wirtschaftswachstum in China

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Chinas Wirtschaft hat die Corona-Krise weitgehend überwunden und ist mit einem Rekordwachstum ins neue Jahr gestartet. Wie das Pekinger Statistikamt am Freitag mitteilte, legte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt in den ersten drei Monaten um 18,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Es handelt sich um den größten Sprung im Jahresvergleich seit Beginn der quartalsweisen Auswertung vor gut 30 Jahren.

Im Quartalsvergleich legte Chinas Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,6 Prozent zu. Damit wuchs die Wirtschaftsleistung in den ersten drei Monaten des Jahres deutlich weniger als im vierten Quartal 2020, als die Wirtschaft um 3,2 Prozent zugelegt hatte. Einschätzung von Ökonomen zu den chinesischen Wachstumsdaten:

Matthias Krieger, Analyst Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)

"Die konjunkturelle Dynamik im Reich der Mitte hat weiter Fahrt aufgenommen, wächst allerdings weitaus weniger fulminant, als die jüngste Wachstumszahl nun suggeriert. Ein gutes Zeichen ist aber, dass die Einzelhandelsumsätze wieder ordentlich zulegen. Der private Konsum hinkte zunächst der wirtschaftlichen Entwicklung hinterher, was als Indiz dafür zu werten war, dass die rasche Erholung vor allem staatlichen Stützungsmaßnahmen zuzuschreiben war. Nun aber haben offenbar auch die Konsumenten wieder Vertrauen gefasst und so stellt sich der Aufschwung inzwischen auf eine breitere Basis."

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt VP Bank

"Die wirtschaftliche Erholung kühlt sich ab. Im direkten Quartalsvergleich legt nämlich das BIP lediglich um 0,6 Prozent zu. Das ist der schwächste Zuwachs seit dem 2. Quartal 2020. (...) Das langsamere Erholungstempo in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 ist unter anderem regionalen Corona-Ausbrüchen zuzuschreiben. Hierdurch wurden Eindämmungsmaßnahmen fällig, die in China bekanntlich wenig zimperlich ausfallen. Aber noch etwas zählt: Die restriktivere Kreditvergabe dürfte ebenfalls Bremsspuren hinterlassen haben. Das Geldmengenwachstum war im ersten Quartal deutlich geringer als in den Vorquartalen."

Hao Zhou, Analyst Commerzbank

"Da die BIP-Zahlen für das erste Quartal über unseren Erwartungen lagen, könnte unsere BIP-Wachstumsprognose von 8 Prozent für dieses Jahr einigen Aufwärtsrisiken ausgesetzt sein. Angesichts der strukturellen Fragilität der Wirtschaft, einschließlich der schleppenden Produktivität, sowie der geopolitischen Unsicherheiten halten wir jedoch weiterhin eine allgemein konservative Sicht auf China."

Bernd Krampen, Analyst NordLB

"Die Phase der einfachen Gegenbewegung nach oben wird nun wieder abgelöst von einem bereits jahrelang zu beobachtenden quartalsweisen Zuwachs mit einer ziemlich konstanten Rate um die 1,5 Prozent (was einer Jahresrate von etwa 6 Prozent entspricht). Motto: Simply back to normal."