Werbung
Deutsche Märkte schließen in 1 Stunde 17 Minute
  • DAX

    18.669,49
    -105,22 (-0,56%)
     
  • Euro Stoxx 50

    5.025,63
    -33,57 (-0,66%)
     
  • Dow Jones 30

    38.930,88
    -138,71 (-0,36%)
     
  • Gold

    2.351,60
    +17,10 (+0,73%)
     
  • EUR/USD

    1,0868
    +0,0008 (+0,08%)
     
  • Bitcoin EUR

    62.445,77
    -972,82 (-1,53%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.475,01
    -21,45 (-1,43%)
     
  • Öl (Brent)

    79,15
    +1,43 (+1,84%)
     
  • MDAX

    27.181,09
    -100,39 (-0,37%)
     
  • TecDAX

    3.412,84
    -26,99 (-0,78%)
     
  • SDAX

    15.182,81
    -54,74 (-0,36%)
     
  • Nikkei 225

    38.855,37
    -44,65 (-0,11%)
     
  • FTSE 100

    8.263,50
    -54,09 (-0,65%)
     
  • CAC 40

    8.057,30
    -75,19 (-0,92%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.984,85
    +64,05 (+0,38%)
     

Ökonomen-Stimmen zur Inflation im Euroraum

LUXEMBURG (dpa-AFX) -Die hohe Inflation in der Eurozone hat sich im März deutlich abgeschwächt. Die Verbraucherpreise erhöhten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,9 Prozent, nach 8,5 Prozent im Vormonat. Volkswirte wollen aber keine Entwarnung geben, denn die Kernteuerung steigt auf Rekordniveau. Verantwortlich sind unter anderem teurere Dienstleistungen. Stimmen von Ökonomen:

Ulrich Kater, Chefvolkswirt Dekabank

"Auch die europäische Inflation bleibt deutlich abwärts gerichtet. Man sollte nicht kleinreden, dass Energiepreise und Lieferkettenprobleme sich wieder deutlich beruhigt haben. Das wird in den kommenden Monaten zu weiteren Erleichterungen bei der Inflation führen. Schwieriger wird es mit den hartnäckigen Preissteigerungen, die etwa durch die starken Lohnsteigerungen weiter angefacht werden. Dieser Bodensatz der Inflation wird erst in zwei oder drei Jahren herausgeschwemmt sein, und hierzu sind unabhängig vom gegenwärtigen Bankenstress noch weitere moderate Zinssteigerungen der Notenbanken notwendig."

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt VP Bank

WERBUNG

"Das liest sich zunächst gut. (...) So schön sich der Inflationsrückgang liest, er ist mit Haken und Ösen versehen. Die Kerninflationsrate steigt im März nämlich von 5,6% auf 5,7%. Aus dieser Perspektive kann von nachlassendem Teuerungsdruck nämlich keine Rede sein. Das Inflationsgeschehen erfasst immer mehr den Dienstleistungssektor - darunter vor allem den Hotel- und Gaststättensektor und die Tourismus- und Veranstaltungsbranche. (...) Für die EZB ist der Arbeit noch nicht erledigt. (...) Bleiben weitere Turbulenzen im Bankensektor aus, könnte aus unserer Sicht auf der nächsten EZB-Sitzung im Mai eine neuerliche Zinsanhebung um 50 Basispunkte auf der Agenda stehen."

Christoph Weil, Analyst Commerzbank

"Im Euroraum ist die Inflationsrate im März wie erwartet deutlich von 8,5% auf 6,9% gefallen. Maßgeblich hierfür war, dass der starke Anstieg der Energiepreise bei Energie im März 2022 aus dem Vorjahresvergleich herausfiel. Der unterliegende Preisauftrieb hat dagegen weiter zugenommen. Die Teuerungsrate ohne die stark schwankenden Preise von Energie und Nahrungsmittel legte von 5,6% auf 5,7% zu. Insofern bleibt der Druck auf die EZB unverändert hoch, die Leitzinsen weiter anzuheben."

Jack Allen-Reynolds, Analyst Capital Economics

"Die politischen Entscheidungsträger der EZB werden dem Rückgang der Gesamtinflation im März nicht allzu viel abgewinnen und eher besorgt sein, dass die Kernrate ein neues Rekordhoch erreicht. Insgesamt werden die Verbraucherpreisdaten vom März nichts an ihrer Ansicht ändern, dass weitere Zinserhöhungen notwendig sein werden, um die Inflation auf das Ziel von 2 % zu senken."

/bgf/jsl/mis