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Ökonomen-Stimmen zum Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Stimmung in den deutschen Unternehmen hat sich im Februar trotz Corona-Beschränkungen überraschend stark aufgehellt. Gegenüber dem Vormonat stieg das Ifo-Geschäftsklima um 2,1 Punkte auf 92,4 Zähler, wie das Ifo-Institut am Montag in München mitteilte. Das ist der höchste Stand seit Oktober. Analysten hatten zwar mit einer Verbesserung gerechnet, allerdings nur mit einer geringfügigen auf 90,5 Punkte.

So bewerten Ökonomen die Ifo-Daten:

Uwe Burkert, Chefvolkswirt Landesbank Baden-Württemberg (LBBW)

"Das war eine deutlich positive Überraschung. Vor allem die Erwartungen schlagen sozusagen alle Erwartungen und treiben damit das Geschäftsklima an. Das kann man eigentlich nur so erklären, dass die befragten Unternehmen durch die Risiken einer dritten Welle gleichsam hindurchsehen. Selbst die bislang nur zögerlichen Fortschritte der Impfungen trüben die Hoffnungen nicht ein. (...) Die Exporte laufen wieder gut und sind damit eine verlässliche Konjunkturstütze. Dennoch wird es ohne Öffnungsperspektive für die Binnenwirtschaft keine rasche und umfassende Konjunkturerholung geben können."

Thomas Gitzel, Chefvolkswirt VP Bank

"Die deutsche Wirtschaft steckt im ersten Quartal in einer wirtschaftlichen Grauzone. Der Dienstleistungssektor ist schwerwiegend angeschlagen, während es der Industrie vergleichsweise gut geht. Dem verarbeitenden Gewerbe wird es deshalb weiterhin gelingen, Verluste des Dienstleistungssektor teilweise zu kompensieren. Die Betonung liegt aber auf teilweise. Eine vollständige Kompensation wie es im vierten Quartal des vorangegangenen Jahres der Fall war, wird sich nicht nochmal wiederholen lassen. Ein neuerliches Schrumpfen der deutschen Volkswirtschaft im ersten Quartal wird sich wohl nicht vermeiden lassen."

Jörg Krämer, Chefvolkswirt Commerzbank

"Die Unternehmen sind in Frühjahrsstimmung und beginnen durch die Pandemie und den Lockdown hindurchzuschauen. All das stützt unsere Prognose einer kräftigen wirtschaftlichen Erholung ab dem Frühjahr. Das Risiko für unser Hauptszenario einer starken wirtschaftlichen Erholung im zweiten Quartal besteht natürlich darin, dass es doch zu einer dritten Corona-Welle kommt und die Politiker den undifferenzierten Lockdown trotz der massiven wirtschaftlichen Probleme bis Ende April verlängern. Gegenwärtig weisen wir diesem Risikoszenario eine Wahrscheinlichkeit von 25 Prozent zu."

Michael Holstein, Chefvolkswirt DZ Bank

"Bemerkenswert ist, dass auch die vom aktuellen Lockdown stark gebeutelten Branchen wieder Licht am Ende des Tunnels sehen. Handels- und Dienstleistungsunternehmen schöpfen wieder Hoffnung, sogar bei Reisebüros und Reiseveranstaltern bessert sich die Stimmung mit Blick auf die kommende Saison. Mehr Impfungen, der verstärkte Einsatz von Schnelltests und intelligente Öffnungskonzepte sollten die Möglichkeiten auch in diesen Branchen in den kommenden Monaten verbessern. Die sehr positiven Nachrichten aus Israel zur Impfsituation machen zusätzlichen Mut."

Patrick Boldt, Analyst Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)

"Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft verbessert sich und liegt über den Erwartungen. Insbesondere die Erwartungskomponente deutet auf eine freundliche Konjunkturperspektive hin. Die Lageeinschätzungen verbessert sich ebenfalls, hier dürfte es aber erst nach Ende der Maßnahmen zu einer deutlicheren Aufhellung kommen."