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Öffentlicher Dienst: Mehr Geld für 2,3 Millionen Beschäftigte

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Berlin. Durchbruch nach gut drei Tagen zäher Verhandlungen: Die 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes dürfen sich auf deutliche Lohnerhöhungen freuen. Die Angestellten von Bund und Kommunen erhalten in zwei Stufen bis Ende 2022 insgesamt 3,2 Prozent bis 4,5 Prozent mehr Geld. Darauf haben sich die Gewerkschaften Verdi und der Beamtenbund mit der Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände (VKA) und dem Bund am Sonntag in Potsdam geeinigt. Zudem sollen die Arbeitszeiten in Ostdeutschland in zwei Schritten bis Januar 2023 um eine Stunde auf das Westniveau von 39 Stunden gesenkt werden. Der Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2022.

Damit sind auch in Berlin die Warnstreiks der Beschäftigten zu Ende. Die Gewerkschaft Verdi hatte an zwei Tagen die Verkehrsbetriebe komplett lahmgelegt. Außerdem gab es Warnstreiks bei der Berliner Stadtreinigung, den Wasserbetrieben und zuletzt in den landeseigenen Klinikkonzernen Vivantes und Charité. Der Tarifabschluss gilt in der Hauptstadt nur für einige Landesunternehmen mit zusammen rund 55.000 Mitarbeitern, nicht aber für die normalen Beschäftigten des Landesdienstes oder die Erzieher in den Kindertagesstätten. Diese unterliegen dem Tarifvertrag der Länder. Von dem Tarifvertrag profitieren werden aber auch die direkten und indirekten Angestellten des Bundes in der Hauptstadt. Dazu zählen etwa auch die 13.000 Berliner Beschäftigten der Deutschen Rentenversicherung, viele Mitarbeiter der Jobcenter und Arbeitsagenturen sowie anderer Bundes-...

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