Deutsche Märkte schließen in 18 Minuten
  • DAX

    14.405,47
    -135,91 (-0,93%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.940,03
    -22,38 (-0,56%)
     
  • Dow Jones 30

    34.094,14
    -252,89 (-0,74%)
     
  • Gold

    1.745,40
    -8,60 (-0,49%)
     
  • EUR/USD

    1,0392
    -0,0013 (-0,1247%)
     
  • BTC-EUR

    15.512,41
    -558,48 (-3,48%)
     
  • CMC Crypto 200

    377,39
    -2,90 (-0,76%)
     
  • Öl (Brent)

    75,75
    -0,53 (-0,69%)
     
  • MDAX

    25.619,88
    -351,57 (-1,35%)
     
  • TecDAX

    3.080,49
    -37,70 (-1,21%)
     
  • SDAX

    12.333,90
    -177,15 (-1,42%)
     
  • Nikkei 225

    28.162,83
    -120,20 (-0,42%)
     
  • FTSE 100

    7.486,85
    +0,18 (+0,00%)
     
  • CAC 40

    6.671,75
    -40,73 (-0,61%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.127,30
    -99,06 (-0,88%)
     

Änderungen bei Corona: In diesen vier Bundesländern gilt bald keine Isolationspflicht mehr

Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will im Freistaat die Isolationspflicht abschaffen. - Copyright: Sven Hoppe/picture alliance via Getty Images
Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) will im Freistaat die Isolationspflicht abschaffen. - Copyright: Sven Hoppe/picture alliance via Getty Images

Vier Bundesländer haben sich darauf verständigt, die Isolationspflicht für Corona-Infizierte abzuschaffen. Es handelt sich um Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein, wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium am Freitag in Stuttgart mitteilte. In diesen Ländern sollten "zeitnah" neue Regelungen in Kraft treten, die Details würden derzeit ausgearbeitet.

Die generelle Isolationspflicht für positiv getestete Personen soll demnach aufgehoben werden. "An deren Stelle werden die Länder verpflichtende Schutzmaßnahmen wie eine begrenzte Maskenpflicht positiv getesteter Personen sowie dringende Empfehlungen einführen", heißt es in einer Mitteilung. Als Termin für die Abschaffung der Isolationspflicht in Bayern nannte Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) den 16. November.

"Wir läuten eine neue Phase im Umgang mit der Pandemie ein", erklärte Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne). "Es ist Zeit, den Menschen wieder mehr Eigenverantwortung zu übertragen."

Österreich als Corona-Vorbild

Die Bundesländer berufen sich „unter anderem auf Erfahrungen aus Nachbarländern wie Österreich“, dort gelten seit Sommer 2022 andere Schutzmaßnahmen als die Isolation. Acht Länder in der Europäischen Union haben die Isolationspflicht bereits abgeschafft. Dort macht sich kein Anstieg der Krankheitslast bemerkbar. "Zurückgehende Infektionszahlen, eine wirksame Schutzimpfung, eine Basisimmunität innerhalb der Bevölkerung von mehr als 90 Prozent, in der Regel keine schweren Krankheitsverläufe sowie wirksame antivirale Medikamente rechtfertigen aus Sicht der Länder, diesen Schritt zeitnah zu gehen."

Die Länder verständigten sich auf gemeinsame Empfehlungen als Grundlage für ihre neuen Regelungen. Diese sehen etwa vor, dass positiv Getestete außerhalb ihrer eigenen Wohnung eine Maske tragen müssen – außer im Freien, wenn ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Vorgesehen ist außerdem, dass positiv Getestete medizinische und pflegerische Einrichtungen nicht als Besucher betreten dürfen.

Lauterbach wies die Idee im September zurück

Die vier Bundesländer, die nun gemeinsam die Aufhebung der Isolationspflicht angekündigt haben, hatten Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Ende September in einem gemeinsamen Schreiben aufgefordert, dafür zu sorgen, dass das Robert Koch-Institut (RKI) seine Isolationsempfehlungen für Corona-Infizierte ändert. Lauterbach hatte dies damals zurückgewiesen. Bundesjustizminister Marco Buschmann hatte aber bereits darauf hingewiesen, dass die Länder sich über die RKI-Empfehlung hinwegsetzen können.

Das RKI empfiehlt den Ländern, für Infizierte fünf Tage Isolation anzuordnen. Angeraten wird eine dringende Empfehlung, die Selbstisolation danach erst dann zu beenden, wenn ein (Selbst-)Test negativ ausfällt. Beschäftigte des Gesundheits- und Pflegewesens sollen zudem 48 Stunden vor der Testabnahme symptomfrei gewesen sein.

kh/dpa