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Ägypten will einige Urlaubsorte ab 1. Juli für Touristen öffnen

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KAIRO (dpa-AFX) - Nach einer monatelangen Grenzschließung wegen des Coronavirus will Ägypten einige seiner Urlaubsorte ab 1. Juli wieder für Touristen aus dem Ausland öffnen. Der Flugverkehr in die "am wenigsten vom Virus betroffenen" Küstenregionen solle dann wieder aufgenommen werden, sagte Informationsminister Osmaa Haikal am Donnerstag. Der staatliche Nachrichtenseite "Al-Ahram" zufolge sind dies Marsa Matruh am Mittelmeer, der Süden der Sinai-Halbinsel sowie das Rote Meer. Dort liegen auch Ägyptens beliebteste Badeorte Hurghada und Scharm el Scheich.

Ägypten ist sehr abhängig von den Einnahmen vom Tourismus und braucht nach der langen Flaute dringend frische Einnahmen. 2019 reisten rund 13 Millionen Menschen in den Wüstenstaat, um unter anderem Zeit am Roten Meer oder am Mittelmeer zu verbringen oder um antike Schätze zu besichtigen. Aus Deutschland kommen jedes Jahr die mitunter meisten Besucher. Die Bundesregierung hatte die Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie am Mittwoch für mehr als 160 Länder außerhalb der EU - darunter auch Ägypten - bis zum 31. August aber verlängert.

Die ägyptischen Behörden bemühen sich zeitgleich, den Tourismus schrittweise wieder in Gang zu setzen. In dem nordafrikanischen Land dürfen Hotels seit 1. Juni bei halber Belegung wieder einheimische Touristen empfangen. Eine entsprechende Genehmigung der Regierung erhielten rund 150 Hotels. Zudem wurden die Visagebühren für Reisende auf Charterflügen bis Ende Oktober ausgesetzt. Betreiber dieser Flüge müssen in Urlaubsorten derzeit auch nur die Hälfte der sonst üblichen Lande- und Parkgebühren zahlen. Wann der Flugverkehr landesweit wieder aufgenommen wird, blieb am Donnerstag weiter unklar.

In Ägypten gilt wegen des Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre. Ab Sonntag soll sie nach Worten von Haikal für zunächst zwei Wochen etwas verkürzt werden und dann von 20 Uhr abends bis 4 Uhr morgens gelten. In dem Land mit rund 100 Millionen Einwohnern haben sich offiziellen Angaben mehr als 38 200 Menschen mit dem Virus infiziert.