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Leihen statt kaufen

Sandra Alter
Klüger kaufen

Leihen statt kaufen. (Bilder: thinkstock)

Was früher unter Nachbarn üblich war, kommt wieder in Mode: Ob ein Flaschenwärmer für drei Tage, ein Schlauchboot für den Urlaub oder die Bohrmaschine für den Umzug – das alles kann man auch leihen, statt es zu kaufen. Das Verbrauchermagazin Finanztest stellt im aktuellen Heft attraktive Leihplattformen vor.

Die Wirtschaftsform des Teilens kommt wieder in Schwung und sie hat auch einen neuen modernen Namen: Share Economy. Das Magazin Finanztest stellt in der aktuellen Ausgabe Internetplattformen vor, über die man von Fahrzeugen bis hin zu Gärten, Parkplätzen und Dingen für den täglichen Gebrauch alles Mögliche teilen und leihen kann.

Teilen hat viele Vorteile. „Für die einen ist es praktisch und spart Geld, andere wollen ihr Ökogewissen beruhigen. Für manche ist Teilen ein soziales Ereignis, wieder andere wollen schlicht nicht noch mehr Zeug in der Wohnung ansammeln“, so die Finanztester.

Derzeit gibt es drei Modelle, um Dinge auszuleihen:

Von Privat, kostenlos
Über die Internetplattformen Fairleihen.de, Couchsurfing.org oder Bikesurf.org können Interessierte selbst Dinge zum Verleihen einstellen oder sich von anderen privaten Nutzern Sachen leihen. Das ist kostenlos. Zu bedenken gibt es hier, dass der Entleiher gerade stehen muss, wenn etwas kaputt geht – die Privathaftpflicht greift in solchen Fällen meist nicht.

Von Privat, kostenpflichtig
Über Internetangebote wie Leihdirwas.de, Autonetzer.de oder Paulcamper.com ist es möglich, sich von Privatleuten Dinge kostenpflichtig zu leihen. Hier gilt die Regel: „Fließt Geld, wird vermietet, nicht verliehen. Der Mieter kann erwarten, dass die Ware einwandfrei funktioniert. Andernfalls muss er keine oder weniger Miete zahlen.“ Wer selbst vermietet, muss die Einnahmen dem Finanzamt melden.

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Vom Profi, kostenpflichtig
Die kostenpflichtigen Angebote werden von den Profis oft Leihe genannt. Doch es fließt Geld, also handelt es sich um eine Vermietung. Das betrifft etwa Angebote von Baumärkten, die Anhänger oder Werkzeuge verleihen oder auch Fahrradverleiher. Auch hier kann der Kunde erwarten, dass die Mietsache einwandfrei funktioniert. Über die Internetplattform Lifethek.de können Kunden von Gartengeräten über Zelte bis hin zu Beamern und Raclette-Grills alles rund um Haus, Garten und Familie gegen eine Gebühr leihen. Die Sachen werden dann an die Kunden verschickt. In Hamburg und Berlin haben Kunden die Möglichkeit, die Mietsachen im Geschäft selbst abzuholen.

Grundsätzlich eignen sich Leihangebote immer dann, wenn Sie Dinge nur kurz nutzen, etwas Neues ausprobieren wollen oder Kinder haben. Wer nach geeigneten Angeboten sucht, dem hilft die Internetseite Fairleihen.de mit einer Umkreissuche. Auch mit der kostenlosen App „Why own it“ (bisher nur für Apple-Geräte erhältlich) können Interessierte auf die Suche nach Angeboten gehen.

Hier finden Sie eine Liste mit aktuellen Tauschplattformen.

Den vollständigen Bericht von Stiftung Warentest zum Thema „Leihen statt kaufen“ finden Sie hier (kostenpflichtig).